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Frau Dr. Gloria Polo Ortiz
POSTHUME WÜRDIGUNG MEINES EHEMANNES UND VATERS
MEINER KINDER, Don Luis Fernando RICO RAMIREZ
Am 6. Okt. 2006 fährt mein Ehemann schweren Herzens in einen anderen Landesteil Kolumbiens mit den Namen QUINDIO. Er besuchte dort seinen Cousin, den er sehr schätzte, um an der Erstkommunion der Tochter dieses Cousins teilzunehmen. Mein Mann war nämlich der Taufpate dieses Mädchens. Er war ein sehr pflichtbewusster Pate und nahm dieses religiöse Amt sehr ernst. Dies war auch der Grund, dass er trotz aller Widrigkeiten mit diesem Termin, diesen Termin wahrgenommen hat, und unbedingt bei der Erstkommunion seines Patenkindes dabei zu sein.
Ich ging an diesem 7. Okt. 2006 zum Sender „MINUTEN MIT GOTT“, um dort mein Glaubenszeugnis für eine Radio-Sendung aufzunehmen. Es war um zwei Uhr nachmittags, als mein Ehemann mich am Mobil-Telefon anrief und folgendes zu mir sagte: „Mein Schatz, ich war bei der Erstkommunion meines Patenkindes dabei und habe bei dieser Heiligen Messe auch die Kommunion empfangen. Danach bin ich mit Jorge (Jorge ist der schon erwähnte Cousin meines Mannes) auf seinen Landsitz gefahren.“ Ich unterbrach ihn und sagte: “ Mein Schatz, ich liebe dich sehr, aber im Moment kann ich nicht sprechen, da ich gerade in das Studio des Radio-Senders gehe, wo ich den Termin für die Aufnahme meines Zeugnisses habe. Ruf mich doch so gegen 6 Uhr nachmittags an!“ Und er antwortete mir nur kurz: „Ich liebe dich auch sehr innig – ich werde dich dann sicher anrufen!“
Um 17:30 Uhr bin ich gerade beim Einkaufen in einem Supermarkt mit meinen zwei Kindern - nämlich mit meinem älteren, 17jährigen Sohn, auf den sein Vater sehr stolz war, und der bei meinem Mann alles gegolten hat, und mit meiner jüngsten Tochter Maria Jose. Auf einmal wurde mir schwindlig und mir wurde sehr übel, wie wenn der Boden unter meinen Füssen auf einmal nachgeben würde. Meine Jüngste sagt noch zu mir: „Dir ist wahrscheinlich deshalb so schlecht, weil dieses Geschäft überall mit Hexen und Hexenartikel dekoriert ist.
Kurz nach 6:00 Uhr nachmittags spürte ich plötzlich, wie wenn ich schweben, und man mich wegziehen würde. Zuerst zogen sie mich stark an den Schultern, danach rutschten sie dem Körper entlang bis zu meinen Füßen. Zugleich fühlte ich mich, wie wenn ich in diesem Moment sterben würde.
Mein Sohn hat mich dann gestützt und gehalten. Dabei hat er folgendes zu mir gesagt: „Mami, was ist mit dir los? Mama, was hast du bloß?“ Ich hatte einen großen Schmerz in meinem Innersten, in meinem Herzen, wie wenn meine Seele ersticken würde. Als wir im Auto nach Hause fahren, klingelt auf einmal mein Mobil-Telefon, und man berichtet mir, dass mein Ehemann einen Herzinfarkt erlitten hatte. Und kurz nach dem ersten Anruf klingelte es schon wieder, und auf einmal sagen sie uns, dass mein Mann schon verstorben sei. Ich lenkte gerade das Auto, meine Kinder schrien ganz laut vor lauter Schmerz über diese unerwartete Nachricht. Und in diesem Moment sagte ich betend folgendes:
“ MEIN GOTT, ICH LIEBE DICH, ICH ÜBERGEBE DIR – IN DEINE BARMHERZIGEN ERLÖSERHÄNDE – MEINEN LIEBEN EHEMANN. ICH OPFERE DIR MEINEN GROSSEN, UNENDLICHEN SEELENSCHMERZ AUF, DER IN DIESEN STUNDEN MEINE GANZE FAMILIE , DIE AUF DIESE SCHMERZHAFTE WEISE MIT DIR AM KREUZ VEREINT IST, DURCHDRINGT, DAMIT DU, ALLMÄCHTIGER, DURCH DIESES OPFER VIELE SEELEN RETTEN MÖGEST.”
Ich weinte vor Schmerz und hatte in meinem Innersten ein tief gehendes Gefühl der Freude und Zufriedenheit, da ich wusste, dass mein Ehemann bei Unserem HERRN und GOTT war, und dort diese unbeschreibliche Freude und dieses Glück der Ewigen LIEBE GOTTES er fahren durfte.
Es war nämlich so, dass mein Mann schon beim ersten Telefon-Anruf, als sie uns benachrichtigten, dass er gerade eben einen Herzinfarkt erlitten habe, tot war. Es war nämlich die Absicht und der Plan dieser Menschen, uns auf diese Weise auf die schmerzhafte Nachricht seines Todes vorzubereiten. Es dauerte nämlich nicht einmal eine Minute, als wir schon den zweiten Anruf mit der Nachricht, dass er nun schon verstorben sei, bekamen.
WAS IST ALSO GESCHEHEN?
Nun, mein Mann ist in sein Zimmer gegangen, um sich frisch zu machen und zu duschen. Und als der Cousin merkte, dass mein Mann Fernando schon zu lange auf seinem Zimmer verweilte, ging er ihn nach oben suchen und klopfte an seine Zimmertür. Aber mein Fernando meldete sich nicht, obwohl der Cousin schon sehr laut an die Tür schlug. Nun dauerte es noch sehr lange, bis man die Tür öffnen konnte, weil man einfach keinen Zweitschlüssel fand – die Zimmertür war von innen versperrt. Als sie nun endlich die Tür geöffnet hatten, fanden sie meinen Ehegatten tot am Boden liegen.
Als mein Mann die Dusche verließ, brach er tot neben dem Stuhl zusammen und blieb eben dann so liegen, bis sie ihn vorgefunden hatten. Er hatte einen plötzlichen Infarkt erlitten und war sofort tot. Es war genau in dem Augenblick, als ich eine sehr feste Umarmung bei meinen Schultern spürte, die mir fast die Atemluft abgeschnürt hatte, und dann fühlte ich, dass diese Arme sich an meiner Schulter nicht halten konnten und an mir auf den Boden hinunterrutschten, ja mich sogar mit zum Boden reißen wollten. Mir war ja auch dann ganz schlecht und ich wurde fast ohnmächtig und taumelte so, dass mich mein Sohn gerade noch aufhalten konnte.
Sie brachten dann den Leichnam nach BOGOTA und wir beerdigten meinen Mann Fernando erst am dritten Tag nach seinem Tod, da wir auf meine älteste Tochter warten mussten, die ja Klosterschwester ist und sich zu der Zeit in der Gemeinschaft ihrer Kongregation in ROM aufhielt.
Wissen Sie, was damals meine jüngste Tochter, Maria José, zu mir gesagt hat? Unter Tränen sagte sie zu mir:
„Mama, wenn GOTT so gut und gütig ist, warum nimmt er uns dann einen Papa weg, wo er doch in seiner Allwissenheit auch wissen müsste, dass ihn seine Kinder so dringend brauchen, vor allem ich die Jüngste?“.
Und ich antwortete ihr:
“Schau einmal, genau deswegen, weil er, dein Papa, ein so guter Mensch war, hat GOTT ihn ausgezeichnet und ihm die schönste und höchste Prämie, die es gibt, als Geschenk übergeben, nämlich den HIMMEL! Und wir, die wir ihn aus ganzem Herzen lieb haben, werden doch nicht um ihn weinen und ihn zurückrufen, wo er doch eine so hohe Auszeichnung bekommen hat. Sondern wir sollten uns in unserer Traurigkeit für ihn darüber freuen, dass er jetzt im Herzen JESU CHRISTI ist und sich dort ausruht!“
Am Dienstag, als wir gerade auf dem Weg zum Begräbnis waren, rufen mich die Leute aus Peru an und teilen mir mit, dass die vereinbarten Treffen für mein Glaubenszeugnis schon komplett mit angemeldeten Teilnehmern voll seien. Ich antwortete ihnen: „Ich kann unmöglich kommen. Ich bin gerade dabei, meinen Mann zu begraben.“ Frau Nancy Freud, ein großartiger Apostel in Peru und eine Frau, die ihr ganzes Vermögen dafür hergegeben hat, um Neu-Evangelisierung zu machen, bittet mich inständig, dass ich doch am Samstag kommen sollte, denn es wäre unmögliche, diese schon geplanten Veranstaltungen so kurzfristig abzusagen. Außerdem schlägt sie mir vor, ich sollte doch meine Kinder mit auf die Reise nehmen, um sie nicht allein in dieser Situation zurückzulassen. Und wisst ihr, ich sagte einfach zu meinem JESUS:
„Wenn DU es so haben willst, dass ich nach Peru fliegen soll, dann gib mir die Gnade und die Kraft, diese Reise zusammen mit den Kindern zu machen.“
Ich unternahm diese Reise also zusammen mit meinen Kindern. Es sind ganz wunderbare Glaubenszeugnisse zustande gekommen, weil ich die ganze Zeit sehr intensiv gespürt habe, wie mich immer der HEILIGE GEIST führte, begleitete und mir die richtigen Worte und Sätze eingab.
Und für meinen verstorbenen Mann gab es ein ganz besonderes Geschenk, als bei einem der Treffen in einem großen Stadion ein Bischof und 12 (zwölf) Priester zusammen das Heilige Messopfer für ihn zelebrierten. Was für ein wertvolles Geschenk für meinen lieben Fernando.
Und solche Geschehnisse und unverhoffte Vorfälle geben uns immer wieder Zeugnis von der Unendlichen LIEBE GOTTES. Es war am selben Tag, an dem ich auch in einem hellbeigen Hosen-Anzug in einer peruanischen Fernseh-Sendung mein Zeugnis ablege, von dem einige Sequenzen auch im Internet abgerufen und angesehen werden können.
An dem gleichen Tag, an dem wir nach Peru abgeflogen sind, sprach ich mit der Person, die mich nach Mexiko, genauer gesagt nach Cancún zu einem marianischen Treffen eingeladen hatte, um auch dieser Frau mitzuteilen, dass ich den vereinbarten Termin nicht einhalten könnte. Aber diese Frau begann zu jammern und bettelte mich:
„Ach GOTT, nur das nicht. Bitte nicht. Der Bischof hält hier bei diesem Treffen einen Vortrag. Und gleich anschließend haben wir geplant, dass Sie, Gloria, ihr Zeugnis ablegen. Mit dieser kurzfristigen Absage, weniger als 10 (zehn) Tage vor unserem Event ist es unmöglich, das Ganze abzublasen. Alle Räumlichkeiten sind nun schon vertraglich und verpflichtend gemietet. Bitte kommen Sie doch einfach zusammen mit ihren Kindern. Ich werde Euch alle im Hotel unterbringen und die Kosten Eures Aufenthaltes übernehmen. Ihr seid alle meine Gäste.“
Ich erzählte dies alles meinen Kindern und sagte zu ihnen dabei:
„Schaut nun mal her, wie großartig und gütig ist doch unser HERRGOTT, dass ER es trotz unserer beengten finanziellen Lage, - und das soll kein Vor wurf sein, und ich will auch gar nicht undankbar sein, denn ER hat mich immer mit der Gnade gesegnet, dass ich genügend Arbeit hatte, um meinen und den Lebensunterhalt meiner Familie zu verdienen – aber es ist nun einmal eine Tatsache, dass ich mit meinen bescheidenen Mitteln es mir nie hätte leisten können, mit Euch allen nach Cancun auf Urlaub zu fliegen.“
Es waren trotz der Trauer und des Schmerzes wunder volle Tage, die ich zusammen mit meinen Kindern in Mexiko verbringen konnte, wo ich eben auch mein Glaubenszeugnis vor vielen Menschen geben durfte und so auch den schon vor dem Tod meines Mannes geplanten Termin trotz der Trauer einhalten konnte.
Ich setzte meine Vortragstätigkeit über mein Glaubenszeugnis fort, unterstützt von den „eucharistischen Soldaten“ und von Euch allen, ihr lieben Geschwister im HERRN, durch Euer Gebet. Aber mein Beichtvater und Geistlicher Leiter, Pater Wilson von der Pfarrei „Zum Heiligen Kreuz“ („SANTA CRUZ“) in Bogota forderte mich auf, alle meine schon geplanten Vorträge des Glaubenszeugnisses zu stornieren. Ich erhielt von ihm nur die Erlaubnis meine geplanten Glaubenszeugnisse in Europa und in Kalifornien durchzuführen. Die übrigen geplanten Vorträge musste ich eben unterlassen. Und es hat mir sehr leid getan, und ich habe mich dafür geschämt, dass ich die geplanten Zusammenkünfte wie zum Beispiel die in Mexiko, wo schon alles organisiert und die notwendigen Räumlichkeiten gemietet waren, und auch die zuständigen Bischöfe ihre Zustimmung gegeben hatten, aus Gehorsam meinem Beichtvater gegenüber einfach nicht einhalten konnte. Denn mein Geistlicher Leiter Pater Wilson ermahnte mich in folgender Art und Weise:
„Früher konntest Du ohne Probleme und beruhigt umher reisen an jeden Winkel dieser Erde, denn dein Mann blieb bei Euren Kindern; aber jetzt ist das wegen Deiner elterlichen Verantwortung als Alleinerzieherin nicht mehr möglich und verantwortbar. Deine Kinder kannst Du nicht einfach alleine zurück lassen.“
Ihr müsst wissen und könnt euch kaum vorstellen, dass dies ein großer Schmerz in meinem Herzen war und meine Seele zutiefst erschütterte, aber ich fügte mich dieser Anordnung ganz aus Gehorsam gegenüber meinem Geistlichen Leiter, der sicherlich in seiner Vollmacht als Priester des HERRN, gute Gründe hatte, mir diese strenge Auflage und dieses Verbot zu erteilen.
Mein Ehemann war ein großartiger Mensch. Ohne seine kompromisslose Unterstützung und seine Opferbereitschaft wäre es für mich nicht möglich gewesen, in so viele Länder zu reisen, um die mir vom HERRN aufgetragene Sendung zu er füllen.
Ich bitte Euch alle, die ihr of t mir ein Geschenk machen oder mir etwas geben wollt, betet für meine Familie, meine Kinder und meine schon verstorbenen Familienmitglieder – vor allem auch für meinen Ehemann und den beim Blitzunfall verstorbenen Neffen, und schließlich auch für mich selbst. Mit Euren Gebeten macht ihr mir das schönste und wertvollste Geschenk. Vergelt’s GOTT und vielen Dank für alles, besonders für das Gebet für meinen verstorbenen Mann, Luis Fernando RICO RAMIREZ
geboren am 25. Mai 1957 - gestorben am 7. Oktober 2006
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