SCHWESTER JOSEFA MENÉNDEZ

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SANCTA ECCLESIA CATHOLICA

 

Schwester Josefa Menéndez

Visionen und Abstieg in die Hölle

 

Aus dem Buch: «Die Liebe Ruft»

Bestellmöglichkeit: Tel.: 08671 – 12015

( Aus Schwester Josefa Menendez Aufzeichnungen )

 

Aus Gehorsam und auf Weisung der allerseligsten Jungfrau und Gottesmutter Maria, schreibt Schwester Josefa Menendez, diese Aufzeichnung vom 25. Oktober 1922 für das Heil der Seelen in der Welt.

Muttergottes zu Schwester Menendez: » Alles, was Jesus dich in der Hölle sehen oder leiden lässt, ist nicht nur zu deiner eigenen Läuterung bestimmt, sondern du sollst es auch deinen Obern sagen. Denk nicht an dich, sondern einzig an die Ehre des Herzens Jesu und an das Heil vieler Seelen. «

Schwester Josefa nennt die größte Höllenqual: nicht mehr lieben zu können.

» Ein Verdammter schrie:

› Das ist meine Qual... lieben zu wollen und es nicht mehr zu können. Es bleibt mir nur noch Hass und Verzweiflung. Wenn jemand von uns hier ein einziges Mal einen einzigen Akt der Liebe aussprechen könnte, so wäre es nicht mehr die Hölle. Aber wir können es nicht. Unsere Nahrung ist Hassen und Verabscheuen. ‹ (23. März 1922)

Und ein anderer:

› Hier ist die größte Qual, Den nicht lieben können, Den wir hassen müssen. Der Hunger nach Liebe verzehrt uns, aber es ist zu spät... Auch du wirst denselben Hunger empfinden: hassen, verabscheuen und wünschen, dass die Seelen verlorengehen. Das ist unser einziges Verlangen! ‹ «

(26. März 1922)

Das folgende Bekenntnis hat die demütige Schwester nur mit größter Überwindung im Gehorsam niedergeschrieben:

»Wenn ich in all diesen Tagen in die Hölle gezerrt werde und der Teufel den andern befiehlt, mich zu quälen, antworten sie: › Das können wir nicht. Sie hat sich schon kasteit für den ‹ (und sie bezeichnen den Herrn durch eine Gotteslästerung). Dann befiehlt er, dass man mir Schwefel zu trinken gebe, und sie antworten wieder: › Sie hat ja freiwillig Durst gelitten. ‹ - › Sucht! sucht! um irgendein Glied zu finden, für das sie Genuss und die eigene Befriedigung gesucht hatte... ‹

Ich habe auch bemerkt, dass, wenn sie mich fesseln, um mich in die Hölle zu führen, sie mich niemals dort binden können, wo ich meine Bußwerkzeuge getragen habe.

All dies schreibe ich im Gehorsam. «

(1. April 1922)

Josefa beschreibt auch die Selbstanklagen der Verdammten.

»Manche schreien wegen der furchtbaren Schmerzen an ihren Händen. Ich glaube, dass sie gestohlen haben; denn sie sagen: › Wo ist das geblieben, was du weggenommen hast? Ihr verfluchten Hände! Warum wollte ich haben, was mir nicht gehörte, da ich es ja doch nicht länger als ein paar Tage behalten konnte? › Andere beschuldigen ihre Zunge, ihre Augen, jeder klagt das an, was die Ursache seiner Sünde war: Den Genuss, den du dir gegönnt hast, musst du jetzt teuer bezahlen, mein Leib! Du hast es so gewollt! ‹

(2. April 1922)

Mir scheint, dass die Seelen sich vor allem der Sünden gegen die Reinheit (Keuschheit), der Diebstähle und unredlichen Geschäfte anklagen und dass die meisten deswegen verdammt sind.

(6. April 1922)

Ich habe viele Weltleute in diesen Abgrund stürzen sehen, und man kann weder beschreiben noch verstehen, was für einen Schrei sie ausstießen und wie furchtbar sie dann heulten: › Auf ewig verdammt... Ich habe mich getäuscht. Ich bin verloren. Ich bin auf immer hier. Es gibt keine Rettung mehr! Sei auch du verdammt! ‹

Alle klagten die Ursache ihres Verderbens an: die einen bestimmte Menschen, andere einen gewissen Umstand.

(September 1922)

Heute sah ich viele Seelen in die Hölle stürzen. Ich glaube, es waren Weltleute. Der Satan schrie: Jetzt ist die Welt mir verfallen. Ich kenne nun das beste Mittel, um die Seelen zu packen: man braucht nur ihre Genusssucht zu reizen. Nein!... Das › Ich ‹ zuerst... das will ich vor allem andern! Nur keine Demut! Genießen!... Das sichert mir den Sieg. Dadurch stürzen sie in Massen hier hinab!

(4. Oktober 1922)

Ich hörte, wie der Teufel, dem eine Seele entronnen war, sich gezwungen sah, seine Ohnmacht zu bekennen:

Schande! Schande!... Warum entkommen mir so viele Seelen? Sie waren mein (und er zählte ihre Sünden auf). Ich mühe mich rastlos, und sie entkommen mir doch, weil jemand für sie leidet und sühnt! ‹

(15. Januar 1923)

Heute Nacht war ich nicht in der Hölle, aber ich wurde an einen Ort gebracht, wo kein Licht war; nur in der Mitte glühte eine Art rotes Feuer. Ich lag gefesselt, ohne die geringste Bewegung machen zu können. Rings um mich her waren sieben oder acht Wesen; ihre schwarzen Leiber waren nur von dem Widerschein des Feuers beleuchtet. Sie saßen und redeten.

Einer sagte: ›Wir müssen sehr vorsichtig sein, damit man uns nicht erkennt, denn wir könnten leicht entdeckt werden. ‹

Satan antwortete: › Ihr könnt durch die Gleichgültigkeit eindringen... Ja, ich glaube, wenn ihr euch so verbergt, dass sie euch nicht erkennen, könnt ihr sie gegen das Gute und das Böse gleichgültig stimmen. Nach und nach könnt ihr dann ihren Willen zum Bösen geneigt machen. Verführt die anderen zum Ehrgeiz, damit sie nur noch ihren Vorteil und die Vermehrung ihres Reichtums suchen, ohne sich darum zu kümmern, ob es rechtmäßig sei oder nicht.

In jenen erweckt die Vergnügungssucht und Fleischeslust. Sie sollen im Laster verblendet werden!(Hier gebrauchte er gemeine Ausdrücke.)

› Und noch jene anderen... Ihr wisst, wohin ihre Herzen neigen. Nur zu! Vorwärts! Entfacht in ihnen die Liebe, die Leidenschaft! Macht eure Sache gut, ohne Rast, ohne Gnade und Barmherzigkeit. Wir müssen die Welt verderben. Und dass mir diese Seelen nicht entkommen! ‹

Die andern antworteten von Zeit zu Zeit:

› Wir sind deine Sklaven. Wir wollen rastlos arbeiten. Ja, viele kämpfen gegen uns. Aber wir wollen Tag und Nacht unaufhörlich arbeiten. Wir erkennen deine Macht an ‹ , usw....

So redeten sie alle. Und jener, der, wie ich glaube, Satan selber war, sagte schauerliche Worte. Ich hörte in der Ferne Geräusche wie von Bechern oder Gläsern, und er schrie:

› Lasst sie nur schlemmen! ...Dann haben wir gewonnenes Spiel. Sie sollen ihr Gelage weiter halten, sie, die so sehr auf ihren Genuss bedacht sind. So kommt ihr ihnen leicht bei! ‹

Er sagte dann noch Dinge, die zu furchtbar sind, als daß man sie aussprechen oder niederschreiben könnte. Darauf verschwanden sie, als ob sie vom Qualm verschlungen wurden. «

(3. Februar 1923)

»Der Teufel schrie vor Wut, weil eine Seele ihm entging: › Jagt ihr Angst ein! Bringt sie zur Verzweiflung! Ha, wenn sie auf die Barmherzigkeit dieses... (und er lästerte den Herrn) vertraut, dann habe ich sie verloren! Doch nein! Erfüllt sie mit Furcht! Lasst sie keinen Augenblick in Ruhe, und vor allem: bringt sie zur Verzweiflung. ‹

Da durchdrang ein Wutschrei die ganze Hölle, und als der Satan mich aus diesem Abgrund hinauswarf, drohte er mir immer weiter. Unter anderem sagte er:

› Ist es möglich? Ist es wirklich wahr, dass schwache Geschöpfe mehr können als ich in all meiner Macht? Aber ich will mich verbergen, um unbeachtet zu bleiben. Der kleinste Winkel genügt mir, um die Versuchung dorthin zu bringen: hinter ein Ohr, zwischen die Seiten eines Buches, unter ein Bett. Manche achten nicht auf mich, aber ich rede, rede... und am Ende bleiben doch ein paar Worte hängen. Ja, ich werde mich da verbergen, wo man mich nicht entdeckt. ‹ «

(7. – 8. Februar 1923)

Ein andermal schreibt Josefa nach ihrer Rückkehr aus der Hölle:

» Ich sah mehrere Seelen hinabstürzen, darunter ein fünfzehnjähriges Mädchen, das seine Eltern fluchte, weil sie es nicht in der Furcht Gottes erzogen und nicht gelehrt hatten, dass es eine Hölle gibt. Das Mädchen sagte, sein Leben, obgleich es so kurz war, sei voll von Sünden gewesen; denn es habe seinen Sinnen, seinen Leidenschaften jegliche Lust gewährt. Es klagte sich vor allem darüber an, schlechte Bücher gelesen zu haben... «

(22. März 1923)

Ferner schreibt sie:

»...Da waren Seelen, die verfluchten den Ruf Gottes, den sie einmal gehört und nicht befolgt hätten..., weil sie nicht unbekannt und abgetötet leben wollten...

(18. März 1922)

Einmal, als ich in der Hölle war, sah ich viele Priester, Ordensmänner und Ordensfrauen, die verfluchten ihre Gelübde, ihren Orden und alles, was ihnen das Licht und die Gnade hätte geben können, die sie verloren haben.

Ich sah auch geistliche Würdenträger. Einer warf sich vor, die Güter, die ihm nicht gehörten, missbraucht zu haben...

(28. September 1922)

Da waren Priester, die verfluchten ihre Zunge, welche die Wandlungsworte gesprochen; ihre Finger, die den Leib des Herrn berührt, die Lossprechungen, die sie andern erteilt hatten, ohne dass sie es verstanden, ihre eigene Seele zu retten; die Gelegenheit zur Sünde, die sie zum Sturz in die Hölle brachte.

(6. April 1922)

Ein Priester sagte: › Ich habe mich von Gift genährt; denn ich habe das Geld verausgabt, das mir nicht gehörte ‹, und er beschuldigte sich, Mess-Stipendien verwendet zu haben, ohne die Messen zu lesen.

Ein anderer sagte, er habe einer Geheimgesellschaft angehört, in der er Kirche und Religion verraten und für Geld furchtbare Gotteslästerungen und Sakrilegien ermöglicht habe.

Ein anderer sagte, er sei verdammt, weil er sündhaften Vorführungen beigewohnt hätte. Danach hätte er nicht das heilige Messopfer darbringen dürfen. Aber er hätte es getan und sieben Jahre lang so gelebt. «

Josefa bemerkt, dass die meisten der verdammten Priester und Ordensleute sich furchtbarer Sünden gegen die Keuschheit anklagen; ferner Sünden gegen das Gelübde der Armut, des unerlaubten Gebrauches der Ordensgüter, ernster Verfehlungen gegen die Nächstenliebe (Eifersucht, Rachsucht, Hass usw.), der Nachlässigkeit und Lauheit, der Bequemlichkeit, der sie nachgegeben und die sie zu schweren Sünden geführt hätte; der schlechten Beichten aus Menschenfurcht, Mangel an Mut und Ehrlichkeit, usw.

Im folgenden wird der vollständige Wortlaut von Schwester Josefas Aufzeichnungen über die » Hölle der gottgeweihten Seelen « vom 4. September 1922 wiedergegeben.

» An diesem Tage hatte ich über das besondere Gericht der gottgeweihten Seelen betrachtet. Ich konnte von diesen Gedanken nicht loskommen, obgleich sie mich so bedrückten. Plötzlich fühlte ich mich gefesselt und von einer so schweren Last überwältigt, dass ich mit größerer Klarheit denn je erkannte, was es um die Heiligkeit Gottes ist und wie sehr Er die Sünde verabscheut.

In einem blitzartigen Aufleuchten sah ich mein ganzes Leben vor mir, angefangen von meiner ersten Beichte bis zum heutigen Tag. Alles war mir gegenwärtig: meine Sünden, die Gnadenerweise Gottes, der Tag meines Eintritts ins Kloster, meine Einkleidung, meine Gelübdeablegung, die geistlichen Lesungen und Unterweisungen, die Ratschläge, die guten Anregungen, alle Hilfe, die ich in meinem Ordensleben empfangen hatte. Man kann nicht beschreiben, welch furchtbare Verwirrung die Seele in diesem Augenblick empfindet: › Jetzt ist alles vorbei. Ich bin auf immer verloren.‹

(Anm.: Josefa beschuldigt sich selbst keiner einzigen Sünde, die sie in die Hölle hätte stürzen können. Der Herr will nur, dass sie deren schreckliche Folgen an sich erfährt, als habe sie diese tatsächlich verdient.)

Im gleichen Augenblick befand ich mich in der Hölle, ohne jedoch hinuntergezogen worden zu sein wie sonst immer. Die Seele stürzt sich von selbst hinab; sie wirft sich hinab, als wolle sie vor Gottes Angesicht verschwinden, um Ihn hassen und verfluchen zu können.

Meine Seele versenkte sich in einen Abgrund von unermesslicher Tiefe. Sofort hörte ich andere Seelen frohlocken, da sie mich in diesen gleichen Peinen sahen. Es ist ein Martyrium, diese furchtbaren Schreie zu hören; aber ich glaube, dass nichts mit der Qual der Seele verglichen werden kann, die nach Verwünschungen dürstet, und je mehr sie flucht, desto mehr steigert sich dieser Durst! So etwas hatte ich noch nie erfahren. Bisher wurde meine Seele bei den furchtbaren Gotteslästerungen von Schmerz erfüllt, wenngleich sie selbst auch keinen Akt der Liebe erwecken mochte. Aber heute war es das Gegenteil.

Ich sah die Hölle wie immer: die langen Gänge, die Höhlungen, das Feuer. Ich hörte dieselben Seelen schreien, Gott lästern; denn – ich habe es schon mehrmals geschrieben – obgleich man keine körperlichen Formen sieht, fühlt man doch die Schmerzen, als hätte man einen Leib, und man erkennt die Seelen. Die einen schreien: › Oh, da bist du ja! So wie wir! Wir waren frei, die Gelübde abzulegen oder nicht! Aber jetzt!... ‹ und sie verfluchten ihre Gelübde.

Dann wurde ich in eine gluterfüllte Höhlung gestoßen und wie zwischen brennende Bretter zusammengepresst. Es war, als drängen rot glühende Eisenspitzen in meinen Körper.

Es kam mir vor, als wollte man mir die Zunge ausreißen, ohne es zu können; das verursachte mir fast unerträgliche Schmerzen. Die Augen scheinen aus den Höhlen zu treten, ich glaube, weil das Feuer sie so sehr brennt. Kein einziger Fingernagel bleibt von den entsetzlichsten Schmerzen verschont. Man kann kein Glied rühren, noch seine Lage verändern, um sich Erleichterung zu verschaffen, denn der Körper ist wie zusammengepresst und gekrümmt. In den Ohren gellen Verzweiflungsschreie, die keinen Augenblick nachlassen. Ein ekelerregender, übler Geruch erfüllt alles und benimmt einem den Atem; es ist, als ob verwesendes Fleisch mit Pech und Schwefel verbrenne; das heißt, man kann diesen Geruch eigentlich mit gar nichts in der Welt vergleichen.

Das alles habe ich empfunden wie früher auch, und obgleich diese Qualen furchtbar sind, wären sie nichts ohne die Seelenpein. Aber die Seele leidet auf unaussprechliche Weise. Wenn ich bisher in die Hölle hinabgestiegen war, hatte ich unsagbar gelitten, weil ich glaubte, aus dem Kloster ausgetreten und dafür verdammt zu sein. Aber diesmal nicht. Ich war in der Hölle mit einem besonderen Merkmal als Ordensfrau, mit dem Merkmal einer Seele, die ihren Gott gekannt und geliebt hat, und ich sah bei anderen Seelen dasselbe Zeichen. Ich könnte nicht sagen, woran man es erkennt, vielleicht daran, dass die andern Verdammten und die Teufel sie besonders lästern... auch viele Priester! Ich kann nicht erklären, worin dieses Leiden bestand, das ganz anders war als das, was ich früher empfunden hatte. Denn wenn schon die Seelenqual eines Weltmenschen furchtbar ist, so ist sie doch nichts im Vergleich mit dem Leiden einer gottgeweihten Seele. Unaufhörlich prägen sie die drei Worte: › Armut, Keuschheit, Gehorsam ‹ wie ein nagender Gewissensbiss der Seele ein.

Armut! Du warst frei, und du hast sie gelobt. Warum hast du dir dann solches Wohlleben verschafft? Warum bist du so anhänglich an jene Dinge geblieben, die dir nicht gehörten? Warum hast du deinem Leib jene Bequemlichkeit gewährt? Warum hast du dir die Freiheit herausgenommen, über Dinge zu verfügen, die das Gut der Ordensgemeinde waren? Wusstest du nicht, dass du keinerlei Besitzrecht mehr hattest? Dass du selbst aus freien Stücken darauf verzichtet hattest? Warum dieses Murren, wenn dir etwas fehlte oder wenn du glaubtest, weniger gut behandelt zu werden als die andern?... Warum?

Keuschheit! Du selbst hast das Gelübde der Keuschheit freiwillig abgelegt und wusstest genau, was es erforderte. Du selbst hast dich verpflichtet. Du selbst hast es gewollt... Und dann? Wie hast du es gehalten? Und beständig antwortet die Seele in unaussprechlicher Pein: › Ja, ich habe dieses Gelübde gemacht, und ich war frei. Ich hätte es nicht ablegen brauchen. Aber ich habe es getan, und ich war frei! ‹

Die Qual, die diese Gewissensbisse und die Schmähungen der übrigen Verdammten verursachen, lässt sich nicht mit Worten schildern!

Gehorsam! Du selbst hast dich freiwillig verpflichtet, deiner Ordensregel und deinen Obern zu gehorchen. Warum also hast du das abgeurteilt, was man dir auftrug? Warum warst du den Ordensbräuchen nicht treu? Warum hast du dich dieser Verpflichtung des gemeinsamen Lebens entzogen? Erinnere dich an das süße Joch deiner heiligen Regel. Und du hast es nicht tragen wollen! Und jetzt musst du uns gehorchen, heulen die teuflischen Stimmen, › nicht nur einen Tag, nicht nur ein Jahr, nicht nur ein Jahrhundert, nein, immer, für die ganze Ewigkeit! Du hast es so gewollt. Du warst frei! ‹

Die Seele verliert keinen Augenblick das Bewusstsein, dass sie einst Gott zu ihrem Bräutigam erwählt hat, dass sie ihn über alles geliebt und um Seinetwillen auch den vielen erlaubten Freuden und allem, was ihr auf Erden das Liebste war, entsagt und zu Beginn ihres Ordenslebens die Süßigkeit, Kraft und Reinheit der Gottesliebe verkostet hat. Jetzt muss sie ihren Herrn und Gott, Den sie erwählt hatte, um ihn zu lieben, um einer ungeordneten Leidenschaft willen in alle Ewigkeit hassen!

Dieses Hassen – Müssen ist ein Durst, der sie verzehrt... Keine Erinnerung, keine Vorstellung kann ihr die geringste Erleichterung verschaffen.

Ihre Schande bereitet ihr eine der größten Qualen. Es ist, als schrien alle Verdammten, die sie umringen, ständig auf sie ein: Was Wunder, dass wir verloren sind? Wir hatten nicht die gleichen Hilfsmittel wie du! Aber was hat dir gefehlt? Du hast im Hause des Königs gelebt... und am Mahl der Auserwählten teilgenommen.

Alles, was ich schreibe, ist nur ein Schatten, verglichen mit dem, was die Seele leidet. Denn es gibt keine Worte für solche Qualen. «

(4. September 1922)

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- Don Boscos Visionen über die Hölle >

- Warnung der Hl. Franziska Romana über Hölle und Verdammte >

- Was lehrt die Kirche über Hölle und Verdammte? >

- Anna Katharina Emmericks Visionen über Fegfeuer, Arme Seelen und Hölle >

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