MENSCHENOPFER AN WEIHNACHTEN

HIC SAPIENTIA EST : QUI HABET INTELLECTUM COMPUTET NUMERUM BESTIAE NUMERUS ENIM HOMINIS EST ET NUMERUS EIUS EST SESCENTI SEXAGINTA SEX

SANCTA ECCLESIA CATHOLICA

 

Satanismus: Menschenopfer an Weihnachten

Aus dem Buch: Lukas / Vier Jahre Hölle und zurück

ISBN 3-404-25593-3 Bastei Lübbe Verlag

http://www.luebbe.de

Deutsche Erstveröffentlichung

Lukas hält sich für clever, stark und abgebrüht. Bis er, gerade 15 geworden, in den Klauen einer der mächtigsten Satanssekten Deutschlands gerät. Seine erste Lektion: Wer aussteigt muss sterben.

Seite 11

»Von dem, was in diesem Buch steht, glaube ich kein Wort. – So etwas gibt es doch in Wirklichkeit nicht, doch nicht hier bei uns in Deutschland. «

Das werden vielleicht Ihre Gedanken sein, wenn Sie dieses Buch gelesen haben. Es ist die Wirklichkeit. Auch wenn uns so etwas unbekannt, vor uns verborgen ist und nur gelegentlich spektakulär an die Öffentlichkeit gelangt. Auch wenn es unglaublich und unfassbar erscheint: Was dieses Buch erzählt, ist ein Stück unserer Wirklichkeit.

Seite 123-124

Weihnachten! Natürlich gibt es für Satanisten zu Weihnachten nichts zu feiern. Ganz im Gegenteil. Wir hatten den Befehl, das Fest der Liebe vollkommen zu ignorieren. Geschenke sollten wir weder akzeptieren noch verteilen. Und auf keinen Fall an einer Weihnachtsfeier teilnehmen. Schließlich gibt es für den Satanisten keine «Lieben», enge Vertraute, Freunde oder etwa Familienbande. Mir war diese Anordnung ganz recht. Ich konnte diesen scheinheiligen Liebesschmus noch nie leiden. Allein bei dem Gedanken an Weihnachten wird mir ganz schlecht: Vater, Mutter und Kinder glücklich vereint unterm Tannenbaum. Die Eltern mit gütigem, verklärtem Lächeln, die Kinder vor Aufregung geröteten Wangen und strahlenden Augen.

Ja, dass kenne ich. Aus der Werbung. Bei uns zu Hause hat es so etwas nie gegeben. Denn mein Stiefvater ist Türke. Als Muslim hat er sich immer geweigert, diesen «christlichen Humbug» mitzumachen. Und meine Mutter hat sich brav gefügt. Wie immer. Später dann, im Heim, konnte ich dieser Mentalität auch nichts mehr abgewinnen. Ich war zwar erst elf, als ich das erste Weihnachtsfest im Heim über mich ergehen lassen musste, doch schon damals empfand ich diese plötzliche Gefühlsduselei als heuchlerisch und verlogen.

Und nun hatte ich wenigstens einen triftigen Grund, mich aus dem blöden Weihnachtsquatsch auszuklinken. Bestimmt fiel es einigen anderen Satanisten etwas schwerer, sich dem ganzen Trubel und gewissen Verpflichtungen gegenüber Eltern und Geschwistern zu entziehen. Und weil das so war, aber gegen unsere Regel verstieß, hatten die Spitzel des Priesters zu Weihnachten auch besonders viel zu tun.

Außer der Weihnachtsverweigerung hatten wir noch eine weitere Pflicht: Am 24. Dezember, um elf Uhr abends, mussten wir zu einer Messe (Satansmesse) auf dem alten Fabrikgelände antanzen. Und wieder wurde es grausam: Der Priester (Satanspriester) opferte Satan in dieser Nacht einen drei Monate alten Säugling. Wie ein Tier schlitzte er das wehrlose, hilflos strampelnde Kind auf. Wer seine Mutter war, weiß ich nicht. Es hätte jede der anwesenden Frauen sein können. Geheult hat keine, Gefühlsausbrüche sind schließlich unwürdig. Außerdem ist es eine Ehre, sein Kind Satan zu überlassen. Würde es weiterleben, könnte es durch den «guten» Einfluss der Christen verdorben werden. Das will keine Satanistin.

Um zwei Uhr morgens war alles vorbei und wir wurden in die klirrende Kälte der Nacht entlassen. An Schlaf war nicht zu denken. Also fuhren Peter und ich noch in die Stadt. Er parkte den Wagen auf dem Marktplatz und wir stapften los.

 

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- Satanismus: Vier Jahre Hölle und zurück >

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- Die Frau zu der die Toten kamen - Erlebnisse mit Armen Seelen >

- Verfluchte Orte und Spukgepolter... >

- Aus den Wasserhähnen floss Menschenblut... >

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