MARIA SIMMA UND DIE ARMEN SEELEN

HIC SAPIENTIA EST : QUI HABET INTELLECTUM COMPUTET NUMERUM BESTIAE NUMERUS ENIM HOMINIS EST ET NUMERUS EIUS EST SESCENTI SEXAGINTA SEX

SANCTA ECCLESIA CATHOLICA

 

Die Frau zu der die Toten kamen

Meine Erlebnisse mit Arme Seelen

(Von Maria Simma)

Aus dem Taschenbuch: «Meine Erlebnisse mit Armen Seelen» (Seite 23 / 34 / 70)

ISBN 3-7171-0217-6 Christiana - Verlag

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Maria Simma, 1915, von Sonntag im Großen Walsertal, religiös und mystisch veranlagt und charismatisch begabt, durch dreifachen Aufenthalt im Kloster aszetisch geformt, lange Zeit im Ungewissen gelassen über die Pläne Gottes, findet allmählich unter der umsichtigen Leitung ihres Seelenführers Alfons Matt den Weg zu ihrer Berufung zum Armen-Seelen-Apostolat. Ihr Bericht wirkt überzeugend.

Wie erscheinen die Toten?

… in verschiedener Gestallt und Weise. Manche klopfen an, andere sind plötzlich da. Die einen erscheinen in Menschengestalt, sichtbar und klar wie im Leben, meist in den Werktagskleidern, andere wieder unklar; Arme Seelen mit schwerem Fegfeuer machen einen verzweifelten Eindruck.

Je mehr sie durch Sühneleiden gereinigt werden, desto klarer und freundlicher werden sie. Oft erzählen sie, wie sie gefehlt haben und wie sie durch Gottes Barmherzigkeit der Hölle entronnen sind; nicht selten knüpfen sie Belehrungen und Ermahnungen an.

Bei anderen Seelen spürt sie deren Gegenwart und dass sie für sie beten und leiden muss. In der Fastenzeit machen sich Arme Seelen nur durch Leiden, die Maria Simma nachts oder auch tagsüber tragen muss bemerkbar.

Es kommt auch vor, dass Arme Seelen in gewaltiger, furchterregender Gestalt erscheinen. Mitunter reden sie, wie sie im Leben sprachen, in ihrem Dialekt; Anderssprachige reden in gebrochenem Deutsch und mit fremden Akzent, also ganz individuell.

Die Fegfeuerschau

«Das Fegfeuer ist vielerorts», hat Maria Simma auf eine Anfrage geantwortet. «Die Seelen kommen nicht aus dem Fegfeuer, sondern mit dem Fegfeuer.» Maria Simma hat verschiedentlich das Fegfeuer gesehen; ausschnittweise einmal so, ein andermal anders.

Überaus viele Seelen sind im Fegfeuer. Es ist ein ständiges Kommen und Gehen. Einmal sah sie viele Seelen, lauter unbekannte. Die Seelen, die gegen den Glauben gefehlt haben, trugen eine dunkle Flamme auf dem Herzen, andere, die durch Unzucht gesündigt hatten, eine rote Flamme.

Dann wieder sah sie die Armen Seelen in Gruppen: Priester, Ordensmänner, Ordensschwestern, sie sah Katholiken, Protestanten und Heiden. Die Seelen der Katholiken müssen schwerer leiden als die der Protestanten. Die Heiden hingegen haben ein noch leichteres Fegfeuer, aber sie bekommen auch weniger Hilfe, und es dauert länger. Die Katholiken bekommen mehr Hilfe und werden rascher erlöst.

Sie sah auch viele Ordensmänner und Ordensschwestern im Fegfeuer wegen Lauheit und Lieblosigkeit. Bereits Kinder von sechs Jahren können längere Zeit im Fegfeuer leiden müssen.

Die Liebe und Gerechtigkeit Gottes im Fegfeuer wurde Maria Simma in wunderbarer Harmonie offenbar. Jede Seele wird nach der Art ihrer Verfehlungen und nach dem Affekt, mit dem sie die Sünde beging, bestraft.

Die Heftigkeit des Leidens ist sehr verschieden. Manche haben zu leiden, wie man es in einem mühevollen Leben auf Erden mitmachen muss und müssen auf die Anschauung Gottes warten. Ein Tag schweren Fegfeuers ist mehr als zehn Jahre leichten Fegfeuers. Der Dauer nach ist es sehr verschieden. Der Kölner Priester war vom Jahre 555 bis Christi Himmelfahrt 1954 im Fegfeuer und wäre er nicht durch Sühneleiden von Maria Simma erlöst worden, hätte er noch lange furchtbar weiterleiden müssen. Es gibt auch Seelen, die bis zu Jüngsten Tag schwer leiden müssen. Andere haben nur eine halbe Stunde zu leiden oder noch weniger, sie fliegen gleichsam durch das Fegfeuer.

Der Teufel (die Dämonen) kann Arme Seelen quälen, besonders jene, durch deren Mitschuld andere in die Hölle gekommen sind.

Die Armen Seelen leiden mit wunderbarer Geduld und preisen die Barmherzigkeit Gottes, dank derer sie der Hölle entronnen sind. Sie wissen, dass sie das Leiden verdient haben, und sie bereuen ihre Fehler. Sie flehen zu Maria, der Mutter der Barmherzigkeit. Maria Simma sah auch viele Seelen, die auf die Hilfe der Muttergottes warteten.

Wer im Leben meinte, das Fegfeuer sei harmlos und daraufhin sündige, müsse es bitter büßen.

Die Frau mit dem schwersten Fegfeuer

Ein Mann schrieb mir in einem Brief, seine Frau sei vor einem Jahr gestorben, seither klopfe es jede Nacht im Zimmer, ob ich nicht einmal kommen und nachforschen könne, was los sei.

Ich bin hingefahren und sagte dem Mann, es sei nicht sicher, dass ich etwas erfahre, vielleicht dürfe sich seine Frau noch nicht melden, das müssten wir der Vorsehung überlassen.

Ich habe dann in diesem Zimmer geschlafen. Ungefähr um 23.30 fing es an zu poltern. Ich fragte sogleich: «Was willst du, was soll ich dir tun?»

Ich sah niemanden und erhielt auch keine Antwort. Ich dachte, diese Frau darf sich halt noch nicht melden. Nach ungefähr fünf Minuten hörte ich furchtbares Getrampel, ein großes Tier kam daher, was bisher bei mir noch NIE der Fall gewesen war, es war ein Nilpferd, ich sprengte sogleich Weihwasser und fragte: «Wie kann ich dir helfen?» - Wieder keine Antwort, es war mir unheimlich. Nun kam der Böse Feind (Satan) in Gestalt einer grauenerregenden Riesenschlange, die das Tier umschlang … sie um schlang das Tier, um es zu würgen - da plötzlich verschwand alles. Ich machte mir schwere Gedanken, diese Frau wird doch nicht verloren sein. Kurze Zeit später kam eine Arme Seele in Menschengestalt, wie sie immer zu mir kommen; sie tröstete mich: «Hab keine Angst, diese Frau ist nicht verloren, aber sie hat das schwerste Fegfeuer, DAS ES GIBT.»

Sie sagte auch warum. Diese Frau habe während Jahrzehnten mit einer anderen Frau in Feindschaft gelebt, sie sei schuld; dass diese Feindschaft entstanden sei. Ihre Feindin habe oft Frieden machen wollen, aber sie habe es ausgeschlagen; selbst in der letzten Krankheit habe sie dieses Angebot schroff zurückgewiesen, und so sei sie gestorben.

Hier haben wir einen Beweis dafür, wie streng Gott feindseliges Verhalten bestraft, weil es der Liebe ganz und gar entgegengesetzt ist. Es kommt im Leben oft zu Streitereien, aber sorgen wir doch dafür, dass es bald wieder gut wird, verzeihen wir so rasch als möglich. Die Liebe geht über alles, die Liebe deckt eine Menge Sünden zu, das kann nicht genug gesagt werden.

Wie kann man den Armen Seelen (Verstorbenen) helfen?

  • Besonders durch das hl. Messopfer, das durch nichts ersetzt werden kann.
  • Sühneleiden. Jedes Leiden, ob körperlich oder seelisch, das für die Armen Seelen aufgeopfert wird, bringt ihnen große Erleichterung.
  • Der Rosenkranz ist nach dem hl. Messopfer das wirksamste Mittel, den Armen Seelen zu helfen. Durch den Rosenkranz werden täglich zahlreiche Seelen erlöst, die sonst noch viele Jahre leiden müssten.
  • Auch die Kreuzwegandacht kann große Linderung bringen.
  • Unschätzbar sind die Ablässe, sagen die Armen Seelen. Sie sind eine Zueignung der Genugtuung die dem himmlischen Vater durch Jesus Christus geleistet wurde. Wer im Leben oft Ablässe gewinnt für die Armen Seelen, wird auch in der Todesstunde mehr als andere die Gnade erhalten, den Sterbeablass auch vollkommen zu gewinnen. Es ist eine Grausamkeit, diese Schätze der Kirche nicht für die Armen Seelen zu nützen. Oder ist es nicht grausam, wenn du vor einem Berg von Goldstücken stehst und die Möglichkeit hast davon zu nehmen, soviel du willst, um einem schwer Notleidenden davon zu geben, der selbst davon nichts nehmen kann, und du nimmst dir nicht die Mühe, deine Hand auszustrecken, um zu geben. An manchen Orten lässt das Ablassgebet von Jahr zu Jahr mehr nach, auch in unseren Landen. Das Volk sollte mehr dazu angehalten werden.
  • Almosen und gute Werke, besonders Spenden für die Weltmission.
  • Auch das Brennen von Kerzen helfe den Armen Seelen, zunächst weil es ein Akt der Aufmerksamkeit und Liebe sei, dann weil die Kerzen geweiht seien und in die Finsternis der Armen Seelen hineinleuchten.
  • Ein elfjähriges Kind der Familie Kaiser bat Maria Simma um ihr Gebet. Es sei im Fegfeuer, weil es am Fest Allerseelen auf dem Friedhof die Seelenlichtlein ausgelöscht und das Wachs gestohlen habe zum Spielen. Geweihtes Licht habe für die Armen Seelen viel Wert. An Maria Lichtmess musste Maria Simma für eine Arme Seele zwei Kerzen anzünden, während sie für diese Seele das Sühneleiden trug.
  • Auch das Sprengen von Weihwasser lindert die Schmerzen. Einmal sprengte Maria Simma beim Fortgehen Weihwasser für die Armen Seelen. Da sprach eine Stimme: «Mehr!»
  • All diese Trostmittel helfen den Armen Seelen nicht in gleicher Weise. Wenn jemand im Leben die hl. Messe gering geschätzt hat, so wird sie für ihn auch im Fegfeuer nicht wirksam. Wer im Leben hartherzig war, bekommt wenig Hilfe. Hart müssen auch diejenigen büßen, die durch Ehrabschneidung gesündigt haben. Wer aber ein offenes Herz hatte im Leben, bekommt viel Hilfe. Eine Seele, die die Messe zwar vernachlässigt hatte, durfte zur Linderung ihrer Leiden um acht hl. Messen bitten, weil sie einst im Leben für eine Arme Seele acht Messen gestiftet hatte.

 

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- Ein Selbstmörder und der Ermordete durften sich melden! >

- Ist ein direkter Kontakt mit Verstorbenen möglich?

- Anna Katharina Emmerick über Fegfeuer, Arme Seelen und Hölle >

- Don Boscos Visionen über die Hölle >

- Was wissen wir vom Fegfeuer? (kostenlose Broschüre) >

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Wie beichte ich richtig?