MAGIE I.

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SANCTA ECCLESIA CATHOLICA

 

Die Magie I.

Pater Gabriele Amorth spricht über die Magie

Von Gabriele Amorth, dem obersten Exorzisten der Diözese Rom

Aus dem Buch: «Ein Exorzist erzählt» (Seite 130 – 139)

ISBN 3-7171-1045-4 Christiana Verlag

Bestellmöglichkeit Tel.: 08671 – 12015 / Altötting

Magie ist ein riesiges Thema, das schon in vielen Büchern behandelt wurde, die ganze Bibliotheken füllen könnten. Ihre Ausübung findet sich in der ganzen Menschheitsgeschichte und bei allen Völkern. Auch heute gibt es viele, die in die Fallen der Magie geraten. Und auch viele Priester unterschätzen die Gefahren. Sie vertrauen – mit Recht – auf die erlösende Macht Christi, der sich geopfert hat, um uns aus den Fesseln Satans zu erlösen, und bedenken nicht, dass der Herr nie gesagt hat, die Macht zu unterschätzen, nie gesagt hat, dem Dämon nicht zu misstrauen oder ihn nicht zu bekämpfen. Hingegen hat er die Macht verliehen, ihn zu vertreiben, und hat vom immerwährenden Kampf mit ihm gesprochen, der uns an den Abgrund führt (Jesus selbst hat sich den Versuchungen des Bösen unterzogen), und er hat uns deutlich gesagt, dass man nicht zwei Herren dienen kann.

Die Bibel spricht erstaunlich oft gegen die Magie und die Magier, sowohl im Alten wie auch im Neuen Testament. Deshalb müssen wir vorsichtig sein; denn eine der gebräuchlichsten Methoden des Dämons, den Menschen an sich zu binden und ihn zu brutalisieren, ist die Magie, der Aberglaube, alles das, was dem Satan einen direkten oder indirekten oder indirekten Kult verschafft. Die Betreiber der Magie glauben, höhere Mächte beeinflussen zu können, denen sie aber in Wirklichkeit dienen müssen.

Die Hexer halten sich für den Herrn über Gut und Böse. Die Spiritisten und ihre Medien bemühen sich um die Anrufung der höheren Geister oder der Geister der Verstorbenen; in Wirklichkeit haben sie ihren Körper und ihre Seele dämonischen Kräften überlassen, ohne sich darüber klar zu sein, dass diese immer für einen zerstörerischen Zweck gebraucht werden, auch wenn dieser Zweck nicht sofort erkennbar ist. Der von Gott getrennte Mensch ist arm und unglücklich; es gelingt ihm nicht, den Sinn des Lebens zu verstehen und noch weniger den der Schwierigkeiten, der Schmerzen und die des Todes. Er sehnt sich nach dem Glück, wie ihn die Welt anbietet: Reichtum, Macht, Wohlergehen, Liebe, Vergnügen, Bewunderung usw. So, als ob der Dämon zu ihm sagte: „All die Macht und Herrlichkeit dieser Reiche will ich dir geben; denn sie sind mir überlassen, und ich gebe sie, wem ich will. Wenn du dich vor mir niederwirfst und mich anbetest, wird dir alles gehören.“ (Lk 4,6-7)

Und deshalb sind Junge und Alte, Frauen, Arbeiter, Fachleute, Politiker, Künstler, Neugierige auf der Suche nach der „Wahrheit“ über ihre Zukunft. Diese Menge steht einer anderen gegenüber: Magiern, Wahrsagern, Astrologen, Kartenlegern, Pranotherapeuten, Sensitiven oder Hellsehern verschiedenster Art. Diese erste Menge begegnet der zweiten zufällig, oder in der Hoffnung auf Hilfe, aus Verzweiflung, oder aus Neugier. Einige bleiben davon besessen, andere verwünscht, und wieder andere treten dem geschlossenen Kreis einer Sekte bei.

Aber was steckt dahinter? Die Unwissenden vermuten nur Aberglauben, Neugier, Schwindel oder Betrug (weil tatsächlich eine große Geschäftemacherei damit verbunden ist). Aber in der Mehrzahl der Fälle ist die Realität eine ganz andere. Die Magie ist kein leerer Wahn, etwas ohne Grundlage. Die Magie bedient sich dämonischer Kräfte, um den Lauf der Ereignisse zu beeinflussen und um andere zum eigenen Vorteil zu manipulieren. Diese Missform von Religiosität war zunächst typisch bei primitiven Völkern, hat sich dann mit der Zeit ausgebreitet und lebt heute mit den verschiedenen Religionen in allen Ländern. Auch wenn die Formen verschieden sind, das Resultat ist immer gleich: den Menschen von Gott zu entfernen und ihn in die Sünde zu führen, in den seelischen Tod.

Die Magie gibt es in zwei Formen: die nachahmende und die ansteckende Magie. Die nachahmende Magie basiert auf der Ähnlichkeit der Form und des Vorganges und auf dem Prinzip, dass es zu jeder Form ein Ebenbild gibt. Eine Puppe stellt die Person dar, die man treffen möchte, und nach den entsprechenden rituellen „Gebeten“ sticht man Nadeln in den Körper der Puppe und trifft damit die Person, welche die Puppe darstellt. Die Person bekommt dann Schmerzen oder Krankheiten an den Körperstellen, die an der Puppe von Nadel durchstochen sind. Die ansteckende Magie basiert auf dem Prinzip der körperlichen Berührung oder Ansteckung. Um auf eine Person Einfluss auszuüben, braucht der Magier einen Gegenstand, der ihr gehört: Haare, Fingernägel, Haut, Kleider; auch eine Fotografie ist geeignet, möglichst als Ganzfoto, wobei das Gesicht unverdeckt sein muss. Das Teil steht für das Ganze; das heißt, was an dem Teil gemacht wird, beeinflusst den ganzen Menschen. Der Magier führt seine Tätigkeit mit entsprechenden Formeln oder Ritus aus, zu bestimmten Zeiten des Jahres und des Tages, unter dem Einfluss der Geister, die er beschworen hat, um sein Werk wirksam zu machen. Ich habe darüber bereits indem Abschnitt über den Fetisch gesprochen, aber die Magie umfasst ein viel größeres Gebiet als einfache Fetische und auch ein viel größeres als Verwünschungen.

Nach einem der Einführungsrituale der Schwarzen Magie, wie sie von Magiern der Insel Kap Verde vor der Westküste Afrikas gebraucht werden, muss sich der Auserwählte in einem bestimmten Moment vor einen Spiegel stellen, in dem ihm der Satan erscheinen soll, um ihm die „Fähigkeiten“ zu geben sowie die Waffen, die er gebrauchen soll. Die Waffen des Christen gegen den „brüllenden Löwen“ sind die Wahrheit, die Gerechtigkeit, der Glaube und das doppelseitige Schwert des Wortes Gottes. Dagegen soll der Magier ein echtes Schwert ergreifen, um die Menschen zu treffen; er soll die Fähigkeit der Zerstörung, der Verwünschung, der Hellseherei, der Vorhersage, die Bilokation, der Heilung und noch andere haben, je nach dem Bösen, das er tun kann, je nachdem es ihm gelingt, die Pläne Gottes zu verhindern, und je nach dem, was er dem Dämon anbieten kann: sich selbst, seine Kinder oder andere Personen, die sich – mehr oder weniger unwissend – an ihn wenden. Das Opfer bekommt meist eine schreckliche Abneigung gegen alles Heilige wie Gebete, Kirchen, Heiligenbilder usw., wozu noch viele andere Übel kommen können.

Das alles kann auch einem Menschen passieren, der dem Magier eine „Arbeit“ vermittelt, der ihm ein „Oper“ dargebracht hat in Form einer Spende, und sei sie auch noch so klein, verlangte Dinge abliefert und vielleicht auch noch bestimmte Rituale ausgeführt hat: Besuch von sieben Kirchen, Kerzen auf bestimmte Art anzünden, Pulver zu verstreuen, bestimmte Dinge auf dem Körper zu tragen oder anderen auf den Körper zu legen und ähnliches. Auf diese Weise stellt man mit dem Teufel eine mehr oder weniger feste Verbindung her mit schlimmen Folgen für die Seele und den Körper. Sehr oft sind Mütter zu mir gekommen, die vorher mit ihren Kindern bei Magiern waren und sie auf ihren Körpern bestimmte Dinge tragen ließen, die für Unerfahrene als dummes Zeug scheinen konnten, die sich aber dann durch schlimme Folgen als echte Verwünschung erwiesen. Wenn sich jemand auf das Territorium des Feindes begibt, so gerät er in dessen Macht, auch wenn er in „guten Glauben“ gehandelt hat. Und nur die mächtige Hand Gottes kann von solchen Bindungen frei machen.

Die Handlungen der so genannten Hohen Magie werden meist eingeteilt in Heiligungen, Verwandlungen, Segnungen, Enteignungen, Exkommunikationen, Verfluchungen. Damit sollen Gegenstände oder Personen in „heilige Symbole“ (heilig dem Satan!) verwandelt werden. Das magische Material wird zu ganz bestimmten Zeiten „magnetisiert“, die von der magischen Astrologie bestimmt werden. Jeder Magier trägt an sich – und bereitet es auch für andere – so genannte „Pentacoli“ oder „Pantacoli“ (vom Griechischen pantaklea). Das sind im allgemeinen kleine Medaillen, die „Katalysatoren der Energie“ sind. Sie haben, wie der Magier sagt, eine besondere himmlische Kraft. Eine andere Sache sind die Talismane, die sich auf die Eigenarten der Person beziehen, die sie beschützen sollen. Der Erwerb von Talismanen ist eines der größten Anliegen der armen Bittsteller, die sich von verschiedenen Übeln betroffen fühlen, von Eifersucht, Unverständnis, Mangel an Liebe, Armut; und sie sind bereit, den Preis – manchmal auch einen stark überhöhten Preis – für diesen Glücksbringer zu bezahlen, der sie von allen ihren Schwierigkeiten befreien soll. Indessen tragen sie auf ihrem Körper eine negative Last, die nicht nur ihnen selbst, sondern auch ihren Familien schaden kann. Für die Herstellung dieser Gegenstände wie auch für viele der magischen Handlungen wird ausgiebig Weihrauch verwendet. Es ist ein dem Satan dargebrachter Weihrauch, der in klarem Gegensatz zu dem Weihrauch steht, der im liturgischen Dienst Gott dargebracht wird.

Andere Formen der Magie sind Herstellung von filtrierten Essenzen oder Mischungen, die diabolischen Einfluss oder Besessenheit in jenen bewirken können, die solche vom Magier hergestellte Mischungen mit Spiesen oder Getränken schlucken. Der Unglückliche hat dann also in seinem Körper nicht nur etwas Unappetitliches, sondern auch die bösen Geister, die bei der Herstellung des Hexenwerkes herbeigerufen wurden. Bekannt ist der so genannte Liebestrank, der eine schreckliche Besessenheit satanischer Mächte hervorrufen kann.

In der Bibel kommt der Dämon zum ersten Mal vor, als er die Stammeltern in der Gestalt der Schlange versucht. In der Mythologie symbolisiert die Schlange immer die Erkenntnis. Im Alten Ägypten kannte Isis die Geheimnisse der Steine, der Pflanzen und der Tiere. Sie kannte aber auch die Krankheiten und ihre Heilmittel, wodurch sie den toten Osiris wieder beleben konnte, um von ihm den Horus zu empfangen. Als Symbol für das ewige Leben wurde die Schlange in sich verknotet mit dem Schwanzende im eigenen Maul dargestellt. Man denke auch an die Kaiserliche Boa der Inkas und die Göttliche Boa der Indianer.

Im Wodu-Kult inspiriert die androgyne Schlange „Danbhalah und Aida Wedo“ ihre Anhänger mit solcher Genauigkeit und Präzision, dass sie zu jeder Tages- und Nachtzeit erstaunliche Ergebnisse erzielen. Diese Schlange behauptet von sich, alle Geheimnisse des Schöpfer-Wortes durch die „magische Sprache“ zu erkennen, die durch die heilige Musik verzaubert wurde. Es handelt sich um eine haitianische Magie afrikanischer Herkunft, die gemeinsam mit der ursprünglichen afrikanischen Magie und der nach Südamerika importierten Magie (vor allem in Brasilien praktiziert) unter dem Namen „Makumba“ eine große dämonische Kraft hat. Ich habe schon berichtet, dass die schlimmsten Verwünschungen, die ich exorziert habe, aus Brasilien oder Afrika stammten.

Die moderne Zivilisation hat bestimmte Bräuche vermischt, aber nicht verändert, so dass sich Wissenschaft und Magie, Religion und antike Riten vertragen. Es gibt auch heute, insbesondere auf dem Land, sehr religiöse Menschen die sich an so genannte „Heilige“ (sowohl Männer als auch Frauen) wenden, um Hilfe bei verschiedenen Schwierigkeiten zu erlangen: von Krankheiten bis zum Bösen Blick, von der Suche nach einer Arbeitsstelle bis zur Suche nach einem Ehemann. Es sind das „heilige“ Personen, von denen man sagt, dass sie „immer in die Kirche gehen“. Auch heute gibt es noch Mütter, die in gutem Glauben ihren Kindern die Gesten und Riten lehren, wie man in der Heiligen Nacht den Bösen Blick bannen kann. Oder sie legen ihren Kindern Kettchen um den Hals mit gesegneten Kreuzen und Medaillen, aber auch mit Dachshaaren, Wolfszähnen und roten Hörnern. Das sind Gegenstände, die, wenn sie auch nicht durch magische Riten negativ aufgeladen sind, durch die Sünde des Aberglaubens an den Dämon binden.

Mit der Magie ist immer die Wahrsagerei verbunden, nämlich der Wunsch, die Zukunft auf krummen Wegen zu erfahren. Man braucht nur an den weit verbreiteten Brauch des Kartenlegens zu denken, also sich die Zukunft vorhersagen zu lassen mit Hilfe von Karten, die das bevorzugte Mittel von Magiern und Hellsehern sind. Es scheint, dass die Übung des Kartenlegens im 13. Jahrhundert entstanden und aus einem Spiel der Zigeuner hervorgegangen ist, die daraus ihre Fähigkeit, die Zukunft vorherzusagen, entwickelten. Dem liegt die esoterische Lehre der Verständigung zwischen den Menschen und der göttlichen Welt zugrunde. Ich will mich darüber nicht aufhalten, sondern sagen, dass der Unwissende, der bereits niedergedrückt ist von der Genauigkeit der Offenbarungen über seine Vergangenheit, nun Angst und Misstrauen oder auch enttäuschte Hoffnung hat, oft auch verbunden mit Verdächtigungen gegenüber Verwandten und Freunden, und er fühlt sich vor allem von demjenigen abhängig, der die Karten gelegt hat, und fürchtet, auch in der Folge abhängig zu bleiben. Das alles kann Angst, Wut und Unsicherheit hervorrufen, so dass der Wunsch aufkommen kann, sich magischen Praktiken zuzuwenden oder sich Talismane zu verschaffen, um den inneren Feind zu neutralisieren, den man selbst herbeigerufen hat und der die Ursache für Krankheit, Unglück usw. ist.

Die schlimmste Magie afrikanischen Ursprungs beruht auf Hexerei (witchcraft), mit der man jemanden auf magischem Weg Böses antun möchte, sowie auf dem Spiritismus, durch den man mit dem Geist Verstorbener oder mit höheren Geistern in Verbindung treten möchte. Der Spiritismus ist in allen Kulturen und bei allen Völkern bekannt. Ein Medium vermittelt zwischen den Geistern und den Menschen, indem es seine Energie (Stimme, Gesten, Schrift usw.) dem Geist leiht, der sich bemerkbar machen will. Es kann vorkommen, dass die gerufenen Geister, bei denen es sich immer und alleine um Dämonen handelt, einen der Anwesenden in Besitz nehmen. Die Kirche hat daher immer spiritistische Sitzungen und die Teilnahme an ihnen verurteilt. Durch die Befragung des Satans erfährt man nichts Nützliches.

Aber ist es wirklich unmöglich, die Toten zu rufen? Erscheinen immer nur und alleine Dämonen bei den Sitzungen? Diese zweifelnden Fragen der Gläubigen rühren natürlich von einer einzigen Ausnahme her. Die Bibel berichtet von einem einmaligen Fall, als Saul sich an ein Medium wandte und ihm befahl: „Wahrsage mir durch den Totengeist! Lass für mich den heraufsteigen, den ich dir nenne.“ (1 Sam 28,8) Tatsächlich erschien Samuel, der kurz zuvor gestorben war. Gott hat diese Ausnahme zugelassen, aber bemerkenswert ist der Schrei des Entsetzens des Mediums und mehr noch die harte Rüge Samuels: „Warum hast du mich aufgestört und mich heraufsteigen lassen?“ (1 Sam 28,15) Die Toten muss man achten und darf sie nicht stören. Da dies der einzige Fall in der Bibel ist, nenne ich ihn als die Ausnahme. Ich stimme mit Kenneth Mc All, einem Psychiater und protestantischen Exorzisten, überein, wenn er schreibt: „Es ist reiner Egoismus und Grausamkeit, wenn er versucht, sich an unseren Verstorbenen festzuhalten, oder sie zu uns zurückrufen möchte. Das was sie brauchen, ist die ewige Erlösung und nicht wieder eingebunden zu werden in die Dinge und Menschen dieser Welt.“

Viele lassen sich betrügen, weil es ihnen an Glauben mangelt, aber auch wegen der eigenen Dummheit. Der Gebrauch gewisser Tänze, Lieder, Gewänder, Kerzen, Tiere, wie sie für verschiedene Rituale des Wodu-Kults oder der Makumba notwendig sind, können aus völkerkundlicher oder folkloristischer Sicht interessant erscheinen. Vier Kerzen an den vier Ecken einer Straßenkreuzung oder ein Triangel aus drei Kerzen, von denen eine mit der Spitze nach unten zeigt, können einem Spiel oder einem unschuldigen Aberglauben gleichen. Aber es ist höchste Zeit, die Augen zu öffnen. Vor allem lade ich die Priester ein zu bedenken: Es sind Anrufungen böser Geister, die den einen oder anderen stören können, die aber immer als letztes Ziel die Trennung des Opfers von Gott haben, es in die Sünde, in die Angst, in die Entfremdung und die Verzweiflung zu treiben.

Ich wurde gefragt, ob durch die Magie auch Gruppen von Personen, Gemeinschaften getroffen werden können. Davon bin ich überzeugt, aber dieses Thema würde eine eigene Studie erfordern. In diesem Buch muss ich mich – wie schon auch bei anderen Themen – damit begnügen, Andeutungen zu machen. Es ist möglich, dass sich der Dämon einer Person bedient, um ganze Gruppen zu treffen, auch sehr zahlreiche Gruppen, die dann die Macht im Staat in die Hand und auch Einfluss auf mehrere Staaten nehmen können. Ich glaube, dass dies in unserer Zeit bei Personen wie Karl Marx, Hitler oder Stalin der Fall war. Die Grausamkeiten der Nazis, die Schrecken des Kommunismus oder die Exzesse Stalins zum Beispiel erreichten eine wahrlich dämonische Perfidie. Außerhalb des politischen Bereichs halte ich eine bestimmte Art von Musik und bestimmte Musiker für Werkzeuge des Satans, die auf überfüllten Plätzen die Zuhörer in Ekstasen versetzen, die bis zu extremer Gewaltanwendung oder Zerstörungssucht führen können.

Es gibt auch andere Fälle, die leichter zu kontrollieren und auch leichter heilbar sind (obwohl kollektive Besessenheit immer schwierig zu heilen ist), bei denen Schüler und Gruppen verschiedener Art sowie herausgehobene Gemeinschaften, wie zum Beispiel religiöse Kommunitäten, betroffen sind. Es ist unglaublich, wie der Dämon ganze Gruppen täuschen und Irrtümer eindringen lassen kann. Manche sind der Meinung, dass es einfacher sei, eine Menge zu täuschen als eine einzelne Person. Auf jeden Fall ist es sicher, dass der Dämon Gruppen, auch zahlreiche Gruppen, treffen kann, wobei in solchen Fällen fast immer eine menschliche Einwilligung, die menschliche Schuld einer freien Zustimmung zum satanischen Werk vorliegt, und zwar aus Interesse, aus Lasterhaftigkeit, aus Gefallsucht oder anderen möglichen Motiven.

Das Problem des kollektiven dämonischen Einflusses ist eines der gefährlichsten und mächtigsten. Deswegen haben gerade die letzten Päpste besonders darauf hingewiesen. Ich meine vor allem die Rede von Paul VI. am 15. November 1972 und von Johannes Paul II. am 20. August 1986 [siehe auf dieser Website: «Die Überwindung Satans» v. Papst Johannes Paul II.].

Satan ist unser schlimmster Feind und wird dies bis zum Ende der Zeiten bleiben. Deswegen nutzt er seine Intelligenz und seine Macht, um die Pläne Gottes zu durchkreuzen, der unser aller Rettung will. Unsere Stärke ist das Kreuz Christi, sein Blut, seine Wunden und der Gehorsam gegenüber seinen Worten und gegenüber der von ihm eingesetzten Kirche.

 

- Inhaltsverzeichnis >

- Die Magie II. >

- Ein Exorzismus aus dem Jahre 1880 >

- Verfluchte Orte und Spukgepolter... >

- Sind es Dämonen, Verdammte oder Arme Seelen? >

- Satanisten auch in Deutschland am Werk >

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Wie beichte ich richtig?