HIGHWAY TO HELL

HIC SAPIENTIA EST : QUI HABET INTELLECTUM COMPUTET NUMERUM BESTIAE NUMERUS ENIM HOMINIS EST ET NUMERUS EIUS EST SESCENTI SEXAGINTA SEX

SANCTA ECCLESIA CATHOLICA

 

Highway to Hell

Heavy Metal und Black Metal

Von U. Bäumer

Aus dem Buch: Wir wollen nur deine Seele / Rockszene und Okkultismus (Seite 75 – 86)

ISBN 3-89397-103-3 (CLV) 1984, CLV Christliche Literatur-Verbreitung

Postfach 110135 / 4800 Bielefeld

Sehr auffällig ist die Erscheinung, dass fast alle Bands, die frei und offen mit Okkultem agieren, zur Hardrock- bzw. Heavy Metal – Branche zählen. Sogar die Zeitschrift „Newsweek“ sprach am 21. November 1983 ganz deutlich von „satanic images“ und „demonic overtones“ (dämonische Obertöne) der extremeren Heavy Metal-Bands, die in Amerika zu Protesten christlicher Gruppierungen geführt haben.

Wenn der Musikwissenschaftler Tibor Kneif den Hardrock als „eine Musik des ästhetisch verklärten Terrors“ charakterisiert, „der sein Opfer mit der Seelenkenntnis des behandelnden Psychiaters immer wieder ins Schaudern zu versetzen weiß“, so scheint diese Eigenschaft harte Rockmusik in der Tat zu einem geeigneten Transportmittel für Inhalte – sprich Satanisches und Dämonisches – zu machen, die einem den Schauer den Rücken herunterlaufen lassen. So meinte bezeichnenderweise auch der Black Sabbath – Bassist Geezer Butler, daß „zu schwerer Musik am besten schwere Texte passen“, womit er okkultorientierte Texte meinte.

Als Grundzug des Heavy Rock nennt Tibor Kneif die „Zelebration von Gewalt“ , ein Phänomen, das sich schon immer gerne mit lautstarker Rebellion gegen christliche ideale und Werte verbündete. Die Zeit, in der sich die „Rock’n’Roll-Rebellen“ auf das Propagieren von freiem Sex, Drogen und obszönen Redewendungen beschränken, ist vorbei – nun sind Hölle und Satan angesagt.

Etwa seit Beginn der achtziger Jahre hat sich eine neue Generation des Heavy Metal formiert, zu der eine ganze Reihe von Bands zu zählen sind, die sich in enger Anlehnung an die frühen Black Sabbath mit einer Aura des Bösen umgeben, in ihren Liedern den Teufel beschwören und – zumindest für die Presse – bei Schwarzen Messen Pose stehen. Viele der Plattenhüllen würden in ein Horror-Kabinett passen.

Der Sänger einer dieser Bands, die sich gar den Namen „Satan“ zugelegt hat, sagte: „Wir wollen der Band von vornherein ein dämonisches Image geben, und was passt besser zum Heavy Metal als der Teufel?! Als junge Kids fuhren wir alle wahnsinnig auf Black Sabbath ab, und im Grunde wollen wir heute wie unsere Idole von einst spielen, nur halt etwas härter.“

Um welche Themen die neueren Heavy Metal-Gruppen kreisen, macht die folgende Auswahl an LP-Titeln deutlich, die Schlimmes erahnen lassen: „Shout at the Devil“ (Mötley Crüe), „Night of the Demon“ (Demon), „Fire from Hell“ (Mass), „See You in Hell“ (Crossfire, Grim Reaper), „Give ’em Hell“ (Witchfynde) und „Friends of Hell“ (Witchfinder General).

Die Titel der Songs reichen dementsprechend von „The Antichrist“ und „Black Magic“ über „Signs of Satan“ bis hin zu dem blasphemischen Titel „God Bless the Children of the Beast“ von Mötley Crüe.

 Keine der genannten Bands wird aber der höllischen Gruppe Venom das Wasser reichen können. „Venom“ heißt übersetzt „Schlangengift“, und die drei Musiker mit den Namen Cronos, Mantas und Abaddon machen diesem Namen alle Ehre, indem sie mit großem Eifer massenweise Gift des Teufels, der „alten Schlange“ (Offb. 20,2) versprühen.

Ein Heavy Metal-Magazin berichtet: „Musikalisch haben sich Venom mit Leib und Seele dem Black Metal verschrieben, einer extremen und härteren Form des Heavy Metal sind kaum noch mit Gruppen wie etwa Accept, Judas Priest oder Ozzy Osbourne zu vergleichen. Zwar haben Black Sabbath 1970 als erste Band angefangen, allerlei okkultische, magische und spiritistische Themen in einigen Songs zu verarbeiten; keiner treibt den schwarzen Okkultismus jedoch so weit wie Venom, was sich z. B. in den Songtexten ausdrückt, die fast ausschließlich von Satan, Hölle, Tod und Teufel handeln.

Songtitel wie „Sons of Satan“, „Seven Gates of Hell“ und „Leave Me in Hell“ vermögen diesen Eindruck ebenso zu unterstreichen wie die Titel der drei Venom-LP’s: „Welcome to Hell“, „Black Metal“ und „At War with Satan“.

Auf der Bühne wissen Venom ein wahres „Satanic Metal“ – Inferno zu entfesseln, das einer Schwarzen Messe gleicht und von zahlreichen bombenartigen Explosionen durchsetzt ist. In Interviews machen die Bandmitglieder auch keinen Hehl daraus, dass sie sich als „Lord Satans linke Hand auf Erden“ verstehen.

„Venom, das ist keine Heavy Metal-Musik mehr, das ist schon wie ein Kult“, so hat ein Heavy Metal-Freak jene Band gekennzeichnet, deren deutscher Fanclub sich inzwischen vor Lesepost kaum noch retten kann.

Obwohl die drei Höllenrocker auf dem Gebiet des Okkulten und Dämonischen beachtliche Kenntnisse besitzen, behaupten sie, selbst keine Teufelsanbeter zu sein – im Gegensatz etwa zu King Diamond, dem Chef der Heavy Metal-Band Mercyful Fate. Mit Liedern wie „Black Funeral“ („Schwarzes Begräbnis“) und „Black Masses“ („Schwarze Messen“) sowie durch kultische Bühnenrituale, deren Hauptrequisiten aus Blut, Knochen und einem Altar bestehen, beschwören Mercyful Fate das Böse.

Von einem ihrer Konzerte weiß ein Rockmagazin zu berichten: „ ,Straight from Hell’ – King Diamond! Zehntausende Fäuste wurden in die Luft gerissen, um Satans Sohn zu begrüßen! Die Menge tobte; jedes Stück wurde mitgegröhlt, und so lieferten Mercyful Fate dann auch eine Wahnsinns-Show…“

Bei einem Interview mit dem Kopf der Band, dem Sänger King Diamond, konstatierte der Fragesteller: „Eure Texte und Show sind extrem satanisch! Du machst privat einen viel zivileren Eindruck.“

Antwort: „Eigentlich bin ich privat der gleiche Typ wie auf der Bühne, ich interessiere mich sehr für den Satanismus. In meiner Wohnung sammle ich Kreuze und Reliquien, die ich aus Kirchen gestohlen habe. Die meisten Leute denken, wenn sie was von Schwarzen Messen oder Beschwörungen hören, gleich an Opferungen von kleinen Kindern oder anderen Menschentötungen, wie die Medien es breittreten. Dies sind aber Extreme, die Leute wollen nicht verstehen, dass Babys geopfert werden, weil ihr Blut das Unschuldigste und Reinste ist, was es gibt.“

Frage: „Hast du wegen deiner exzessiven Darstellung in deiner Musik schon mal Ärger mit der Kirche gehabt?“

Antwort: „Ärger kann man nicht sagen, ich bin mal zu einer Radio-Diskussion mit Priestern und anderen Glaubensanhängern eingeladen worden. Die wollten mir zuerst massiv ans Leder, mussten aber hinterher klein beigeben, weil mein gesammeltes Wissen über diese Dinge einfach zu fundiert ist.“

Viele Gruppen sind offenbar der Auffassung, satanische Obertöne fänden beim Publikum Anklang und wirkten damit verkaufsfördernd für Platten und Konzerte. Für einen Teil dieser Bands bedeutet dies mehr oder weniger Jux und Spielerei mit dem Okkulten, für andere Bands steckt jedoch blutiger Ernst dahinter. So kommt es in der Rockszene zu einer Verflechtung und einem bunten Miteinander von Gruppen, die wirklich dem Satanskult und Okkultismus verfallen sind, mit solchen, die sich nur den sensationsträchtigen Anschein dieser Dinge geben und wiederum anderen, bei denen sich Showgehabe und Ernst miteinander gemischt haben.

AC / DC steht für …?

In diesem Zusammenhang muß die bekannte australische Hardrock-Formation AC/DC erwähnt werden, eine Gruppe, die in einigen Songs mit Themen wie „Hölle“ und „Satan“ zu spielen weiß. Die Abkürzung „AC/DC“ steht im Englischen für Gleichstrom/Wechselstrom“ und wird im australischen Sprachgebrauch auch als Anspielung auf Bisexualität verwendet. Die Beschäftigung der Band mit finsteren Themen ließ bezüglich der Bedeutung der Abkürzung AC/DC jedoch noch eine andere Vermutung aufkommen. So sagt ein Rockautor: „Ich habe die Hardrockgruppe AC/DC gewählt, weil diese Abkürzung ,Antichrist, death to Christ’ (Antichrist, Tod für Christus) bedeutet. Und diese Gruppe singt den Ruhm der Höllenglocken: ,Hell’s Bells’.“

Der große Durchbruch gelang AC/DC 1979 mit der LP „Highway to Hell“, mit deren gleichnamigen Titelsong die Band eine internationale Hymne schuf, die noch heute für das Heer der Hardrock-Freunde eine Art Glaubensbekenntnis darstellen soll:

Livin’ easy, lovin free

Season ticket on a one way ride

Askin’ nothin’, leave me be

Takin’ everything in my stride

Don’t need reason, don’t

Need rhyme

Ain’t nothin’ I would rather do

Goin’ down, party time

My friends gonna be there too

I’m on a highway to hell

On a highway to hell

Highway to hell, I’m on a highway

To hell

No stop signs, speedlimit

Nobody’s gonna slow me down

Like a wheel, gonna spin it

Nobody’s gonna mess me ’round

Hey Satan, payin’ my dues

Playin’ in a rockin’ band

Hey mama, look at me

I’m on my way to the

Promised land, wow

Don’t stop me, hey, hey, hey...

Yeah, an’ I’m goin’ down

All the way, wow

On the highway to hell

Die deutsche Übersetzung

Leichtes Leben, freie Liebe

Und eine Dauerkarte für eine

Fahrt ohne Wiederkehr

Keine Fragen, lass mich sein

Ich nehme alles mit auf meinem

Weg

Brauch’ keine Begründungen,

Keine schönen Sprüche

Es gibt nichts, was ich lieber täte

Als nach da unten zur Party zu gehen

Wo auch meine Freunde sein werden

Ich bin auf dem direkten Weg zur Hölle

Auf dem direkten Weg zur Hölle

Direkten Weg zur Hölle

Ich bin auf direktem Weg zur Hölle

Keine Stoppschilder, kein

Tempolimit

Niemand, der mich bremsen kann

Wie ein Rad werde ich dahinrasen

Niemand wird mich aufhalten

Hey, Satan, ich zahle meine Schulden

Denn ich spiele in einer Rockband

Hey, Mama, schau mich an

Ich bin auf dem Weg

Ins gelobte Land, wow

Halt mich nicht auf, hey, hey, hey...

Yeah, ich geh’ den Weg bis zum

Ende, wow

Auf dem direkten Weg zur Hölle

In diesen einen Song war alles gepackt worden, was für die AC/DC-Musiker Bedeutung hatte. Rock’n’Roll ist der direkte Weg zur Hölle“, bekräftigte auch ihr Gitarrist Angus Young. Wer hätte aber gedacht, daß es mit diesem Lied noch eine ernste Wendung nehmen sollte?

„Halt mich nicht auf, hey, hey, hey… Yeah, ich geh’ den Weg bis zum Ende, wow, auf dem direkten Weg zur Hölle“, hatte der AC/DC - Sänger Bon Scott in die Welt hinausgeschrieen. Am 19. Februar 1980 war Bon Scotts tatsächlich zu Ende, er war nach einer durchzechten Nacht an seinem Erbrochenen erstickt. Mit diesem Tod blieb er seiner Lebenseinstellung treu. Bereits 1977 hatte er mit dem Song „Hell ain’t a bad Place to be“ verkündet: „Die Hölle ist gar kein so übler Ort.“

Ein Jugendmagazin kommentierte

nach Bon Scotts Tod

„ , I’m on the highway to Hell, I’m on the highway to hell’ – wie oft mag Bon Scott das in den letzten Monaten gesungen bzw. geschrieen haben? Das Cover der gleichnamigen LP protzt mit den Hörnern, die man von Satans-Abbildungen her kennt. ,Zufall’ sagen wir immer dann, wenn wir nicht mehr weiterdenken wollen. Meiner Meinung nach zeigt Bon Scott’s Tod einmal mehr: Der Teufel, die Hölle ist kein Spielzeug. Je bedenkenloser ich damit umgehe, desto schneller werde ich zum Spielball dieser Wirklichkeiten…

Wer jedoch gemeint hätte, AC/DC würde angesichts Bon Scotts unschönen Todes hinsichtlich des Themas Hölleeinige Gänge zurückschalten, sah sich getäuscht. Stattdessen legte AC/DC mit dem Song „Hell’s Bells“ („Höllenglocken“) noch einen Gang zu, indem ihr neuer Sänger Brian Johnson im Namen Satans gar verkündigte:

„Ich bin ein rollender Donner, strömender Regen, ich komm’ daher wie ein Wirbelsturm. Mein Blitz zuckt über den Himmel, du bist zwar noch jung, aber du musst sterben.“

Eine makabre Anspielung auf Bon Scotts Tod? Kaum noch als schwarzer Humor ist es zu bezeichnen, wenn der Song mit folgenden Worten fortfährt:

„Ich mach’ keine Gefangenen, schone kein Leben, niemand lässt sich einen Kampf entgehen. Ich hab’ meine Glocke, ich bring’ dich in die Hölle, ich krieg’ dich schon, Satan kriegt dich.“

Bald wurde der Protest bekennender Christen laut, die auf das schaurige Spiel hinwiesen, das die Gruppe mit sich selbst und ihren Fans treibt. Darüber entrüstete sich AC/DC-Sänger Brian Johnson:

„Diese dämlichen Typen, die immer auf Gott ’rumreiten, reden öfter vom Teufel als wir…Was wir machen, ist doch nur Spaß… Also uns treiben keine satanischen Botschaften, wir müssen eben nur eine Zeile finden, die sich auf die besch…. Nächste reimt.“

Tausende von Fans haben „Highway to Hell“ auf Konzerten begeistert mitgesungen. Was geht in den Jugendlichen vor, die sich damit brüsten und schreien: „Ich bin auf dem direkten Weg zur Hölle… Halt mich nicht auf, hey, hey, hey… Yeah, ich geh’ den Weg bis zum Ende, wow, auf dem direkten Weg zur Hölle“?

Viele werden den Song gedankenlos mitsingen, ihnen kommt der Inhalt der Worte nicht zu Bewusstsein; für andere ist das Lied jedoch eine Hymne auf ihre eigene Lebenseinstellung. Hat die Bibel unrecht, wenn sie sagt: „Es ist keine Furcht Gottes vor ihren Augen“ (Röm. 3,18)?

Die Hölle ist kein angenehmer Ort, wie manchen Rockgruppen propagieren wollen (siehe auch auf dieser Website die Zeugnisse der heiligen Schwester Faustina, Schwester Josefa Menéndez und der heiligen Franziska Romana). Vielmehr ist die Hölle der Strafort der Verdammten. Sie ist der Feuerofen, wo Heulen und Zähneknirschen sein wird (Matth. 13,43-50), das ewige Feuer (Matth. 3,12), wo ihr Wurm nicht stirbt und ihr Feuer nicht verlischt (Mark. 9,43-44), die ewige Pein (Matth. 25,46). Alle Aussagen der Bibel über die Hölle sprechen in einem furchtbaren Ernst. Es ist deshalb sehr töricht, mit der Hölle leichtfertig zu spielen und Scherz damit zu treiben.

Es ist dem Menschen bestimmt, „einmal zu sterben, danach aber das Gericht“ (Hebr. 9,27) – spätestens dann werden vor Gott auch alle Lästermäuler verstummen. „Wer aber kann bestehen vor seinem Grimm, und wer widersteht der Glut seines Zornes? Sein Grimm ergießt sich wie ein Feuer, und Felsen stürzen vor ihm hin (Nahum 1,6).

Gott will jedoch nicht das Verderben des Menschen, sondern seine Rettung: „So wahr ich lebe, spricht Gott, der HERR, ich habe kein Gefallen am Tode des Gottlosen, sondern daran, daß der Gottlose sich abwende von seinem Wege und lebe!...Warum wollt ihr sterben…?“ (Hes. 33,11)

(Anmerkung: Mit leben und sterben ist hier Himmel oder Hölle gemeint!)

Einmal wird Gott alle Gottlosen zur Rechenschaft ziehen und richten. Aber heute fordert Er noch alle auf, Seinen Sohn Jesus Christus als Erretter und Herr für ihr Leben anzunehmen.

Für alle, die sich noch auf dem „direkten Weg zur Hölle“ befinden, ist die reumütige Beichte und die vor Gott gültige Lossprechung der Sündenschuld, mit der Absolution, und der feste Entschluss zur dauerhaften Abkehr von der Sünde, die einzige und rettende Ausfahrt.

 

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- Die Frau zu der die Toten kamen (Maria Simma u. Arme Seelen) >

- Satanismus: Vier Jahre Hölle und zurück >

- Therese von Konnersreuth oder die Herausforderung Satans >

- Ewigkeit ... Fluch oder Segen I. / von Abbé Arminjon >

- Die Verdammung des Judas >

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Wie beichte ich richtig?