HEILIGE FRANZISKA ROMANA

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SANCTA ECCLESIA CATHOLICA

 

Warnung der Hl. Franziska Romana über

Hölle und Verdammte

Mutter, Mystikerin, Ordensgründerin (* 1384 – † 1440)

 

Franziskas Kampf mit den Dämonen

Von Marie Théodore de Bussierre

 Aus dem Buch: «Die Heilige vom Spiegelturm» (Seite 206 – 210)

ISBN 3 – 908542 – 99 – 5 (Theresia - Verlag) 

Bestellmöglichkeit: Tel.: 08671 – 12015 / Altötting

 

Die heilige Franziska Romana hatte Visionen, in denen sie ausführlich über die Hölle, die Verdammten, die Dämonen, und die Hintergründe des geschauten unterrichtet wurde. Sie teilte sie ihrem Beichtvater mit, nach ihrer Gewohnheit, feierlich versichernd, dass sie alles, was sie sah und erfuhr, dem Urteil unserer heiligen Mutter der Kirche, in deren Schoß sie leben und sterben will, unterwerfe.

Es wurde ihr gesagt, dass die Verdammten ihre gegenseitigen Sünden kennen. Sie ist Zeuge von gewissen furchtbaren und eigens zuerkannten Strafen, zusätzlich zur allgemeinen Höllenpein für diejenigen, die dem Geist ihres Standes zuwider Verbrechen in dieser Welt verübt haben. Die Priester und Geistlichen, schuldig der Ketzerei, Simonie (unrechtmäßiger Erwerb eines kirchlichen Würdentitels durch Schmiergeld), Unreinheit, der Nachgiebigkeit oder Lauheit im Beichtstuhl oder auf der Kanzel, sind die am strengsten Bestraften. Die Heilige hörte mit Entsetzen ihre schrecklichen und ewigen Verwünschungen gegen GOTT und das Geheimnis der Menschwerdung des Wortes. So wie die Glückseligen niemals den göttlichen Einklang ihres Lobgesanges unterbrechen, ebenso auch unterbrechen die Verdammten nie ihre Gotteslästerungen. Und diese ewigen Gotteslästerungen sind ihnen selbst schrecklicher als die gesamte Pein der Hölle. Die Wut der Teufel und die ihrer Opfer brechen besonders gegen die heiligste Jungfrau aus. Indem sie einwilligte, Mutter Gottes zu werden, hat sie den Kopf der alten Schlange zertreten und ist die unschuldige Ursache der Qualen für die Feinde des Allmächtigen geworden. Sie ermüden nicht, den Hass gegen sie und die Verachtung ihrer Vorrechte anzufachen, und man erkennt den Erfolg ihrer perfiden Einflüsterungen in der Verwerfung der Verehrung der Mutter der Barmherzigkeit tatsächlich bei den Ketzern aller Zeiten und Jahrhunderten.

Franziska lernte die Einteilung der Dämonen kennen. Es wurde ihr geoffenbart, dass der dritte Teil der himmlischen Geister sich unmittelbar nach der Schöpfung empört hatte, als die künftige Menschwerdung des Wortes ihnen angekündigt wurde. Sich als Götter glaubend, verweigerten sie es, die Hoheit des menschgewordenen, dem Vater gleich ewigen Sohnes anzuerkennen, und wurden in den Abgrund der Hölle gestürzt. Die andern Engel unterwarfen sich dem Willen ihres Schöpfers und wurden in ihrem heiligen Gnadenzustande befestigt.

Die Dämonen sind in drei große Massen verteilt, von denen jede in mehrere Unterabteilungen zerfällt. Die erste Masse umfasst die Schuldigen. Ihr Fall entsprach ihrer früheren hohen Stellung. Die beiden anderen bewohnen die Luft und die Erde. Es sind die gefallenen Engel, die neutral bleiben und sich weder für Gott noch für Luzifer entscheiden wollten. Dieser letztere ist das Haupt der ganzen höllischen Miliz. Unter ihm stehen drei Stellvertreter, welche die drei Grade des Abgrundes beherrschen. Franziska erblickte noch eine gewisse göttlich zugelassene, unzerstörbare Ordnung trotz des Durcheinanders, das da herrscht.

Asmodeus, der erste Stellvertreter des Luzifer, nahm früher teil an den Chören der Cherubinen. Die Dämonen, die beauftragt sind, in den Menschen unreine Gedanken und Begierden zu erwecken, sie zu sinnlichem Unfug und sittlichen Verbrechen anzutreiben, diese sind ihm untergeben.

Mammona, der zweite, gehörte zu den Thronen. Der Geiz, der Hochmut, der Durst nach Reichtum und Macht und die daraus hervorgehenden Unordnungen gehören zu seiner Befugnis.

Beelzebub, der letzte, stammt aus dem Rang der Herrschaften. Er steht vor den höllischen Finsternissen, den Akten der Abgötterei und Ketzereien. Die Legionen, die er befiehlt, flößen dem Menschengeschlecht die Irrtümer gegen den katholischen Glauben ein.

Luzifer und seine drei hauptsächlichsten Minister sind in der Hölle gefesselt und kommen nicht aus ihr heraus.

(Anm.: In der Botschaft der Muttergottes von „La Salette“, sagt die heilige Jungfrau, dass im Jahre 1864, Luzifer und ein großer Teil von Teufeln, aus der Hölle freigelassen werden, um zum Ende der Zeiten die Seelen zu prüfen. Die großen Führer der Hölle und hochrangigen Teufel, müssen nach dem Bankabräumer, dem dritten Weltkrieg, in die Hölle zurück. Es bleiben aber auch danach noch Dämonen zurück, bis zum jüngsten Tag, weil GOTT will dass die Seelen geprüft werden.)

Die bösen Geister der Luft und der Erde, handeln nur nach ihrem Befehl. Sie folgen ihnen, wie die Engel GOTT dem himmlischen Vater gehorchen. Bei Versuchungen können sie aber nicht die Grenzen überschreiten, die der Allmächtige ihnen gesetzt und über die hinaus ihre Macht sich nicht erstrecken kann. Gottes Güte gewährt uns immer die hinreichenden Gnaden, um siegreich aus dem Kampf hervorzugehen.

Die Dämonen der Luft und der Erde sind nicht der Pein des Feuers ausgesetzt. Aber sie leiden die allerschrecklichsten Schmerzen von allen, die Strafe des Verlustes der Anschauung Gottes. Die tugendhaften und christlichen Handlungen, die sie hier auf Erden geübt sehen, verursachen ihnen unaussprechliche Schmerzen. Sie haben einen wütenden Hass den Nachkommen Adams geschworen und sind besonders dazu beauftragt, diese zu versuchen und sie in ihr eigenes Verderben herabzuziehen. Sie einigen sich untereinander, um zu diesem Ziel zu gelangen. Obgleich ein jeder von ihnen sich ein bestimmtes Laster zu seiner besonderen Aufgabe gemacht hat, so stimmen alle doch darin überein, gleichsam eine giftige Mischung von verschiedenen Versuchungen zu bereiten, um die Seelen von mehreren Seiten anzugreifen. Wenn sie auf den Untergang eines kräftigen und entschlossenen Charakters versessen sind, so rufen sie andere Dämonen, die mächtiger als sie selbst sind, zu Hilfe. Solange ein Dämon die Seele nicht zu Fall gebracht hat, die er verführen soll, so ist sie der einzige Gegenstand seiner Sorge. Ist er aber zum Sieg über sie gekommen, so benutzt er sie, andere Seelen nachzuziehen und zum Ärgernis zu bringen. Sie wird in der Folge ein Instrument, ganz seiner Macht unterworfen. Diese Herrschaft hört auf durch die Reue und die Beichte, und der böse Geist erneuert seine List, um sie wieder zu gewinnen.

Der Dämon, der eine Seele wirklich in sein Verderben mit hineingezogen hat, bezeugt darüber eine wilde Freude ungeachtet der ewigen Schmerzen, zu denen er selbst verdammt ist. Er wird in der Hölle mit Beifallsrufen von der ganzen höllischen Schar empfangen. Der Schutzengel dieser himmlischen Seele verlässt sie in dem Augenblick, in dem sie herabgestürzt ist, und nimmt seinen früheren Platz ein in den himmlischen Chören. Ist hingegen eine Seele ins Fegfeuer eingegangen oder ist sie durch ihren himmlischen Führer ins Paradies eingeführt worden, verhängt Luzifer über ihren Verführer schwere Strafen und überlässt ihn dem Hohngelächter der übrigen Dämonen, die ihn peinigen und ihm vorwerfen, durch seine Nachlässigkeit diese Seele verloren zu haben. Dieser Versucher bleibt von da an ein herumirrender Geist ohne besondere Funktionen, nur von dem Streben erfüllt, möglichst oft Gelegenheit zum Bösen zu finden oder in die Leiber von Tieren und Menschen einzugehen, um besessen zu machen.

Franziska vernahm, dass nach einer besonderen Bestimmung alle höllischen Geister sich untereinander sehen und kennen. Es wurde ihr geoffenbart, dass die Dämonen genötigt sind, das Knie zu beugen, sooft sie den hochheiligen Namen Jesu aussprechen hören. Je reiner und tugendhafter die Person ist, die diesen Namen ausspricht, desto mehr Wut und Schmerz empfinden die Dämonen. Wird dieser erhabene Name in gotteslästerlicher Weise genannt, so müssen sie sich ebenfalls verbeugen. Aber sie freuen sich zugleich über die Sünde, die gegen den Gegenstand ihres scheußlichen Hasses begangen worden sind.

 

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- Ein Priester wird verdammt! - Warnendes Zeugnis des Amerikaners >

- Ins Reich der Höllenqualen fährt der Sünder in der Todesstunde... >

- Aus den Wasserhähnen floss Menschenblut... >

- Verfluchte Orte und Spukgepolter... >

- Seliger Pater Rupert Mayer und die Höllenpredigt >

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