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Satanismus
Der Exorzist der Diözese Rom,
Pater Gabriele Amorth berichtet
Aus der Kleinschrift: «Okkultismus, Magie, Spiritismus » (Seite 30 – 34)
ISBN 3-935189-11-7 Unio - Verlag
Bestellmöglichkeit: Tel.: 08671 – 12015 / Altötting
Dies ist wahrscheinlich der Höhepunkt der menschlichen Abartigkeit und der Entfernung des Menschen von seinem Gott und Schöpfer: wir kommen von ihm und wir gehen zu ihm zurück. Eine erste Behauptung: Der Satanismus existiert in seiner entsetzlichen Wirklichkeit. Man braucht nicht der Unsitte der Medien zu glauben, die ihn in die Sphäre des Sensationellen verbannen und ihn bald Schrecken erregend, bald dramatisch darstellen, oder lächerlich machen: es geht ihnen nur um das Schauspiel. Es gibt Satan, und es gibt den Satanismus; er ist jedoch durch CHRISTUS BESIEGT worden, der absichtlich gekommen ist, um die Werke Satans zu zerstören. Wenn es den Satanismus gibt, schauen wir ihm ins Gesicht. Er kommt in zwei Formen vor.
1. Der unpersönliche Satanismus – Für viele Geistesströmungen, letzthin für New Age, ist Satan keine Person, sondern das Zeichen für die Auflehnung des Menschen gegen Gott, gegen die Moral, gegen jegliche Autorität, gegen jegliche Schranke oder Begrenzung dessen, was er glaubt und was ihm gefällt. Man kann ihn so ausdrücken: ich bin Gott, ich bin das Absolute, frei von jedem Gesetz der Bindung. So drückt es größtenteils die satanische Rockmusik in ihren unterschwelligen Botschaften aus. Die satanische Inspiration ist außer Zweifel; so ist Satan dort anwesend, wo man ihn verneint. Die Wirkung: eine vollständige Zerstörung. Man bemerke, dass dies das eigentliche Ziel des Okkultismus ist: der ohne Gesetz, ohne moralische Bedenken, ohne Kontrolle lebende Mensch, der sich als absoluter Herr und Beherrscher der natürlichen Gesetze, der kosmischen Kräfte auch jenseits des Raumes und der Zeit betrachtet.
2. Satan verstanden als Widersacher Gottes – Dies ist ein Zweiter, seit jeher verbreiteter Aspekt (z. Beispiel, der Schiwakult in Indien ist ein satanischer Kult). Satan gibt vor, stärker als Gott zu sein und dem Menschen das Glück schenken zu können, indem er ihm die verbotene Frucht reicht. Deshalb fordert er einen Kult mit Opfern von Seiten der Priester und der Geweihten. Wir haben alle von schwarzen Messen, von entweihten Tabernakeln und geschändeten Friedhöfen gehört. Vielleicht sind die grausamen Kulte mit Vergewaltigungen und Menschenopfern ziemlich selten in Italien (aber viele Mädchen verschwinden, besonders im Kleinkindalter, beziehungsweise kleine Mädchen, wo sich vermuten lässt, dass sie noch jungfräulich sind). Meistens begnügt man sich jedoch mit der Tötung von Tieren. Man kennt in Italien vier besonders bekannte satanische Sekten, denen sich 600 satanische Gruppen anschließen, die allgemein nicht zahlreich und sehr mobil sind und sich in kürzester Zeit bilden und auflösen können.
Was bietet der Satanismus an? Warum hat er einen so starken Anklang bei den Jugendlichen gefunden, die auf der Suche nach Befriedigung sind, aber auch bei den älteren Erwachsenen, die ihre Wünsche nicht erfüllen konnten und enttäuscht sind? Weil er die drei großen Leidenschaften zu befriedigen verspricht: Macht, Reichtum und Vergnügen. Genau so, wenn auch auf sehr listige Weise, wurde auch Christus versucht. Ein Beispiel, das ich der monatlich erscheinenden Zeitschrift Rinnovamento vom April 1993 entnehme:
„Ein Jugendlicher sprach mit mir über die Beziehung zwischen Satanismus und Okkultismus. Ich fragte ihn, welchen Inhalt der kleine Beutel habe, den er am Hals trage. Er zog ein Fläschchen mit einer gelben Flüssigkeit heraus und fügte hinzu: wenn ich einem Mädchen begegne, das mir gefällt, gieße ich mir ein wenig Flüssigkeit auf die Hand, dann singe ich dem Satan ein Lied und reiche dem Mädchen die Hand. Sobald sie mich berührt, wird sie von dem Zauber erfasst und mir gehören“ (S. 33).
Ich glaube kaum, dass diese Hexerei funktioniert. Sie funktioniert bestimmt nicht, wenn das Mädchen „gepanzert“ ist: wenn es im Zustand der Gnade lebt, wenn es betet und mit Gott vereinigt ist. Ich möchte nicht, dass die Mädchen sich fürchten und den Jungen nicht mehr die Hand reichen… Was mich jedoch an dieser Geschichte interessiert ist die Mentalität des Jugendlichen: die Tölpelhaftigkeit, sich Satan zu weihen, wegen eines Vergnügens zu ihm zu beten; die Torheit, wegen eines flüchtigen Vergnügens, Satan seine Seele zu verkaufen.
Wie kann man sich und andere vor dem Satanismus schützen, besonders die Jugendlichen, die sich so allein gelassen fühlen, unverstanden, ohne Antwort auf Probleme? Ich wiederhole die drei schon anfangs genannten Mittel: neu evangelisieren, sich informieren, zuhören können. Blicken wir auf den Papst. Er führt einen direkten Dialog mit den Jugendlichen bei den Weltjugendtagen; er weiß sie in Begeisterung zu versetzen, indem er die anspruchsvollen Forderungen Christi und die heroischen Einladungen des Evangeliums mit einer überzeugenden Warmherzigkeit und Liebe darbietet. Ohne Zurückhaltung und ohne Verwässerung. Nicht wir sollen die Jugendlichen erobern, sondern Christus. An uns liegt es, ihn vorzustellen: „Geht zu allen Völkern; macht alle Menschen zu meinen Jüngern; ich bin bei euch alle Tage“ [Matthäus 28,19-20].
Das sind Worte der Hoffnung und der Gewissheit. Niemals sagt die Bibel, dass man vor dem Teufel Angst haben soll. Es ist eine Dummheit, jemanden zu fürchten, der besiegt ist, durch Christus besiegt. Die Bibel sagt, dass man die Sünde fürchten muss, dass man alles fürchten muss, was die Seele töten kann. Wie kraftvoll ist dieser Satz vom hl. Johannes: „Wer von Gott stammt, sündigt nicht, sondern der von Gott gezeugte bewahrt ihn und der Böse tastet ihn nicht an“ [1 Johannes 5,18]. Im Blute Christi gereinigt, neugeboren aus dem Heiligen Geist, von der Unbefleckt Empfangenen beschütz, braucht man keine Angst vor irgendwem zu haben, es geht nur darum, dem Wort des Herrn die Treue zu halten.
Es ist wichtig, daran zu erinnern, dass der Satanismus leider in der ganzen Welt am Wachsen ist, besonders unter vielen Jugendlichen, auf die er durch eine bestimmte Rockmusik einen starken Einfluss ausübt [siehe auch auf dieser Website: «Highway to Hell» – oder – «Die Geburt des Okkultrock»], aber auch auf Kleinkinder, denen man so viel anscheinend harmloses Spielzeug anbietet wie Cartoons, Spiele - Sammelalben und Figuren aus Plastik und Plüsch. Es ist an der Zeit, dass die Priester, die Lehrer und die Eltern die Augen öffnen. Obwohl so viele Straftaten aufgedeckt worden sind, wird in den USA der Satanismus jeder Religion gleichgestellt. Das ist absurd; so als ob in einer Demokratie alle Be-wegungen ein Existenzrecht hätten, selbst wenn sie die Diktatur und die Zerstörung der Demokratie befürworten. Zur Vertiefung der Kenntnisse über die wahre Wirklichkeit des heutigen Satanismus empfehle ich die Videokassette L’adoratione del diavolo (Edit. Dehoniane, Roma). Der Herausgeber weist darauf hin, dass es sich um schauderhafte Bilder handelt (dies wird jenen gesagt, um alle zu warnen, die sich diese Bilder ansehen wollen); aber das ist die Wirklichkeit, und sie ist noch schlimmer. In der Videokassette wird sie nur angedeutet.
Den in Rom im Jahr 1994 beim internationalen Treffen anwesenden Exorzisten sind von den Psychiatern und amerikanischen Exorzisten noch erschreckendere Informationen gegeben worden, besonders über die Folter von Kleinkindern. Natürlich ist dort auch gesagt worden, dass sich Betroffene, später, wenn es ihnen möglich ist, an den Exorzisten wenden können, um sich von dem dämonischen Einfluss oder der Besessenheit befreien zu lassen.
Gabriele Amorth, beauftragter Exorzist der Diözese Rom
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- Der hl. Pfarrer v. Ars und die jahrzehntelangen Verfolgungen Satans >
- Ewigkeit ... Fluch oder Segen I. / von Abbé Arminjon >
- 666 - Die Zahl des Tieres - Botschaft der Muttergottes über die Zahl >
- Satanismus: Das Satanisten-Ehepaar von Witten >
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