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Euthanasie und Sterbehilfe
Die kolumbianische Zahnärztin Frau Dr. Gloria Polo Ortiz hat eine Nahtoderfahrung nachdem Sie von einem Blitz getroffen wurde und erlebt ihr eigenes Gericht
325 Von neuem begann ich also mit ganzer Kraft zu schreien: „Holt mich hier heraus! Das alles muss ein Irrtum sein. Wer ist für diesen Irrtum verantwortlich! Holt mich doch heraus!“
326 In diesem Augenblick, als ich so schrie, war mein Körper auf der Erde im tiefen Koma. Ich war an viele Apparate angeschlossen. Ich war in Agonie. Ich lag im Sterben. Keine Luft füllte mehr meine Lungen, meine Nieren funktionierten nicht mehr, ich “lebte” nur noch, weil ich an die Maschinen angeschlossen war, und weil meine Schwester, die auch Ärztin ist, einfach darauf beharrte, dass man mich angeschlossen ließ.
327 Sie sagte zu den behandelnden Ärzten, die sie dazu überreden wollten, die Intensivbehandlung zu beenden und die Maschinen abzuschalten, und zu den Krankenschwestern: „ Ihr seid nicht GOTT!“
328 Denn die Ärzte meinten, es würde sich nicht mehr lohnen, meine Intensivbehandlung fortzusetzen. Sie sprachen bereits mit meinen Familienangehörigen und bereiteten sie darauf vor, dass ich wohl sterben würde, und sie mich in Ruhe sterben lassen sollten, denn ich lag ja in tiefer Agonie.
329 Aber meine Schwester gab nicht nach. Merken Sie hier den Gegensatz? Ich hatte in meinem Leben immer die Euthanasie verteidigt, das so genannte Recht, „in Würde zu sterben.“
330 Meine Schwester durfte nur deswegen bei mir sein, weil sie selber Ärztin war. Sie blieb die ganze Zeit an meiner Seite.
331 Und stellen sie sich vor. In dem Moment, als meine Seele auf der anderen Seite war und ich meine Eltern sah und mit vollen Kräften nach ihnen rief, hörte meine Schwester auf dieser Welt, in ihrer Wirklichkeit des damaligen Augenblicks, ganz deutlich, wie ich nach meinen - unseren - Eltern rief, voll Freude darüber, dass ich sie sehen konnte ...
332 Aber meine Schwester missverstand dieses Rufen. Sie wäre selbst vor Schreck fast daran gestorben, als sie meinen Schrei vernahm, den sie ja auch wirklich an meinem Krankenbett deutlich hörte. Denn für sie bedeutete dieser Schrei, dass ich endgültig von hinnen gehen würde und auch wollte. Sie deutete meinen Schrei nach den Eltern so, dass diese mich jetzt in die Ewigkeit abholen würden. Und so schrie sie ihrerseits: „Meine Schwester ist jetzt wirklich gestorben! Sie hat den Kampf verloren. Mein Vater und meine Mutter haben sie geholt. Geht doch weg von hier, Vater, Mutter, verschwindet doch! Nehmt sie nicht mit. Sie hat doch noch Kinder, die klein sind. Nehmt sie uns nicht weg. Nehmt doch meine Schwester Gloria nicht mit. Lasst sie da!“
333 Die Ärzte mussten sie von dort weg holen, weil sie meinten, sie befinde sich unter Schock. Und das wäre ja auch kein Wunder gewesen, denn sie hatte einiges mitgemacht, den Tod meines Neffen, den sie dann aus dem Krematorium abholen musste, den Tod ihrer Schwester, - oder die Lage ihrer Schwester, die nicht starb, aber den heutigen Tag wohl nicht mehr überleben würde, wie die Ärzte meinten. Sie war bereits 3 Tage mit diesen Sorgen und Ängsten belastet und noch dazu ohne schlafen zu können. Kein Wunder, wenn ihre Kollegen meinten, sie wäre am Durchdrehen.
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Wie beichte ich richtig?
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