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Ein Exorzismus durch Papst Johannes Paul II.
Aus dem Buch: «Der Exorzismus der Kirche unter Beschuss»
von Elisabeth Becker (Seite 132)
ISBN 3-7171-0991-X Christiana Verlag
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Eine Dramatische Begebenheit aus dem Vatikan ist jetzt bekannt geworden: Papst Johannes Paul II. hat selbst im Jahre 1982 eine erfolgreiche Teufelsaustreibung vorgenommen.
Während einer Privataudienz in Rom am 27. März 1982 wurde Johannes Paul II. durch Monsignore Alberti, Bischof von Spoleto, eine 22jährige Frau aus Cesi vorgestellt, die besessen zu sein schien. Sie litt schon mehrere Monate lang unter plötzlich auftretenden Krampfanfällen und einem unkontrollierbar gewalttätigen Verhalten ihrer Familie gegenüber, das sich zunehmend verschlimmerte. Nachdem die Eltern sich mit dem Verdacht auf Besessenheit – denn alle Heilungsversuche von Ärzten waren erfolglos geblieben – an den Dorfpfarrer gewendet hatten, gelangte Francesca Fabrizi durch dessen Vermittlung an Bischof Alberti, der den Einfall hatte, sie direkt zum Papst nach Rom zu bringen.
Beim Eintritt in den kleinen Audienzsaal neben dem Sala Nervi musste die Besessene von fünf Männern festgehalten werden, die aber gegen Francesca Fabrizis Gewalt machtlos waren. Sie wälzte sich auf dem Boden und schrie so laut, dass es auch draußen zu hören war.
Der Papst war auf diese Situation vorbereitet; er sprach zunächst einige Exorzismusgebete und wiederholte dreimal das Gebet zur Teufelsaustreibung. Als er sich danach mit den Worten: «Morgen lese ich eine Messe für dich» zu ihr umdrehte, war Francesca Fabrizi völlig entkrampft und soweit beruhigt, dass sie sich beim Heiligen Vater entschuldigte und den Raum normal verlassen konnte. Papst Johannes Paul II., von diesem Ereignis sehr beeindruckt, sagte: «Es ist das erste Mal, dass ich einen solchen Fall erlebt habe, eine wahrhaft biblische Szene!»
Als die Nachricht bekannt geworden war, äußerte sich Bischof Dr. Kurt Krenn in einem Interview in der großen Wiener Zeitschrift «Die ganze Woche» 33/99 folgendermaßen: «… Damit ich (mit einem Exorzismus) eingreife, muss ein exzessiver geistig-psychischer Zustand herrschen und auch ein physischer Zustand, den man nicht natürlich erklären kann. …Es gibt böse Geister unter den Menschen. Besessenheit ist keine Schuld des Besessenen. Das ist jemand, dem man helfen muss, so wie man einem Kranken hilft. Auch Exorzismus kann eine Christliche Hilfe sein.»
- Die Kirche hat Anteil am Sieg Christi über den Teufel: Christus hat in der Tat seinen Jüngern die Gewalt gegeben, Dämonen auszutreiben (vgl. Matthäus 10,1 und parallel Markus 16,17). Die Kirche übt diese sieghafte Gewalt aus durch den Glauben an Christus und durch das Gebet (vgl. Markus 9,29; Matthäus 17,19f), das in bestimmten Fällen die Form des Exorzismus annehmen kann. -
(Johannes Paul II. in «Die Engel – Sechs Papstkatechesen»)
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