EIN EXORZISMUS AUS DEM JAHRE 1880

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SANCTA ECCLESIA CATHOLICA

 

Ein Exorzismus aus dem Jahre 1880

Von Josef Stocker

Aus dem Buch: «Reinigung der Erde» (S. 71 – 76)

ISBN 3 85406 005 Mediatrix - Verlag

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Es kommt zuweilen vor, dass aus einem Menschen eine fremde Stimme spricht, ein anderer Geist. Fälle von Besessenheit durch böse Geister gibt es genug. Ich will nun zuerst darlegen, was die Dämonen über die Kirche sagten, sodann werde ich die Pläne bekanntgeben, die sie nach ihrem Geständnis gegen sie im Schilde führen.

Die streitende Kirche auf Erden hat stets zu leiden unter einem doppelten Übel: äußerlich durch die Verfolgung der Feinde, im Innern durch die Verderbtheit ihrer Glieder, die nicht von Fehlern frei sind. Nach dem Geständnis der Dämonen ist diese Bedrängnis der Kirche auf einen außerordentlich starken und zahlreichen Überfall der bösen Geister auf die Erde zurückzuführen.

Die Dämonen fügen der Kirche allen Schaden zu, den anzustiften in ihrer Macht steht.

Ich habe dem Satan beim Exorzismus in Erinnerung gebracht, dass er nicht vermögen werde, die Kirche Christi zu zerstören: - Die Mächte der Unterwelt werden sie nicht überwältigen -(Mt. 16,18), sagte ich ihm.

„Das kennen wir“ antwortete kalt der Dämon, „aber wir werden der Kirche trotzdem alle nur möglichen Übel zufügen“. Die Dämonen sagen, sie streifen überall umher, um Seelen ins Verderben zu stürzen (Mt. 10,28 und Lk. 12,4), besonders durch Unkeuschheit, und verbreiten überall die tollsten Irrtümer. Die Dämonen behaupten, dass sie eine große Zahl von Menschen gewonnen haben, die sie besonders gefangen halten und als ihre sichere Beute betrachten.

In ihrem Kampfe gegen die Kirche haben die Dämonen Menschen als Helfer. Es ist ihnen gelungen, eine große Zahl in ihre Armee einzureihen. „Wir haben den Willen der Menschen für uns“ sagen sie. Der Teufel reizt, durch die Seinigen, die Regierungen gegen die Kirche auf. „Die Menschen“, sagt er, „sind unsere Sturmkolonnen“. Die Freimaurer aber sind die Haupthelfer der Dämonen. Die Dämonen nennen sie ihre „Repräsentanten auf der Erde“.

Unter dem Namen der Wissenschaft (Parapsychologie), oder aus ungesunder Neugier oder einfach zu ihrem Vergnügen beschäftigen sich die Menschen mit dem Okkultismus und Spiritismus und widmen sich Experimenten bedenklichster Art. Die Menschen setzen sich damit direkt in Verbindung mit der Welt der Geister, und diese Geister sind keine anderen als die Dämonen. Durch diesen direkten Verkehr mit den Dämonen gestatten die Menschen durch eigene Schuld denselben, ihren unheilvollen Einfluss auf sie auszuüben und ihre Herrschaft auf der Erde auszudehnen. Die Dämonen spotten der Menschen: „Sie nennen das Wissenschaft“, sagte der Dämon, „und sie arbeiten dabei für uns“.

Die Hölle stellt besonders den Priestern nach und sucht sie zu verderben.

Die Aufgabe der Teufel gegenüber den Priestern ist, sich zu bemühen, sie zu Verrätern zu machen. „Es hat solche immer gegeben, und es wird solche immer geben.“ Die Sakrilegien und jede Art Verrat, sagte dieser Dämon, gehen ihn an, er ist der Urheber aller Verräterei und sucht die Priester dazu zu verleiten. Der Dämon rechnet auf die Zukunft: „Es wird viele abgefallene Priester geben“, sagte er. Der Dämon freut sich über den Zustand der Erniedrigung und Ohnmacht, zu dem die Kirche Christi zeitweilig verurteilt ist. Er sprach auch mit Stolz und Verachtung: „Ihr seid Feiglinge, rührt euch doch! Euer Gott kann euch nicht einmal zu Hilfe kommen, ihr seid zu feig.“

Endlich drohte er auch der Kirche mit einer blutigen Verfolgung:„Man wird eure Pfarrer schinden, wie man Kröten schindet“, sagte er (in Italien wird eine große Verfolgung ausbrechen).

Aber nachdem die Dämonen sich ihrer Macht, ihre Erfolge und ihres stolzen Planes gerühmt hatten, mussten sie Geständnisse machen, die sie demütigten und uns trösteten.

Sie gestehen, dass die heilige Jungfrau Maria, voll Mitleid mit der unterdrückten Kirche und voll Barmherzigkeit, uns zu Hilfe kommt, dass Sie kommt, um die Macht des Satans zu brechen und ihn mit seinen Scharen in die Hölle zurückstoßen, die Seelen aber zu retten.

Die Dämonen behaupten, dass ihnen die Sünden der Menschen Kräfte verleihen; das Gott ihnen lässt, was sie durch den Menschen gewonnen haben; dass nur der freie Wille von Menschen ihnen entreißen kann, was der freie Wille von Menschen ihnen gegeben hat. Durch ihre freiwilligen Leiden entreißen die Opferseelen (Sühneseelen) ihnen, was andere Menschen ihnen durch ihre Sünden gegeben haben.

Als ich einmal ein Opfer exorzierte, fragte ich den Dämon, wann die Leiden dieser Opferseele enden würden? Der Dämon antwortete, das hänge von ihr ab. Sie brauche nur aufzuhören, leiden zu wollen für die Seelen. Sie brauche nur die Dämonen in Ruhe zu lassen, statt gegen sie Krieg zu führen und ihnen die gefangenen Seelen zu entreißen. „Sie soll bei ihrem Geliebten (Jesus) bleiben“, sagte der Dämon des Opfers, „und wir werden sie in Ruhe lassen. Warum kommt sie in unseren Bereich? Sie will es nicht anders haben.“ Das war soviel wie ein Eingeständnis des Dämon, dass das Opfer durch sein Leiden (mit Jesus am Kreuz) in den Bereich des Dämons eindrang und ihm Seelen entriss, die er gewonnen hatte.

Der Dämon ist ganz besonders beschämt, wenn eine Seele, die vorher durch die Sünde sein Sklave war, sich bekehrt, sich heiligt und endlich ihm den Krieg erklärt, um ihm Seelen zu entreißen.

Nach dem konstanten Bekenntnis der Dämonen ist es die allerseligste Jungfrau Maria, die den Kampf gegen die Hölle leitet, und die mit Jesus siegen wird (siehe Fatima).

Maria und Jesus haben die guten Engel und die Menschen, die das Gute wollen. Die Dämonen haben als Hilfstruppen die von ihnen gewonnenen Menschen, hauptsächlich die geheimen Gesellschaften. Mit Hilfe dieser verderbten Menschen pflanzt sich das Böse, das die Dämonen auf der Erde angerichtet haben fort, und breitet sich mehr und mehr aus wie eine Feuersbrunst, die sie angefacht haben.

Trotz der Unterstützung, die ihnen von ihren menschlichen Hilfstruppen geleistet wird, sehen die Dämonen den für sie ungünstigen Ausgang des Kampfes voraus und gestehen ihre Niederlage und die Niederlage der geheimen Gesellschaften im gegenwärtigen Kampf ein. Ihre diesbezüglichen Aussagen lauten so: „Wir werden in die Hölle zurückgestoßen werden, aber wir wissen nicht den Zeitpunkt. Die Stunde bestimmt der Gebieter.“ Gebieter bedeutet GOTT. Die Dämonen sagen: „Luzifer ist nicht unser Gebieter, er ist unser Anführer. Er wird das Signal geben zum Ende.“

Es wird immer Dämonen auf der Erde geben, den GOTT will, dass die Menschen geprüft werden. Aber die großen Führer werden in die Hölle zurückkehren müssen (nach dem Dritten Weltkrieg und der dreitägigen Finsternis!) und die zurückbleibenden Dämonen werden geschwächt sein und nicht mehr die frühere Gewalt haben, die Menschen zu versuchen. Das haben die Dämonen gesagt. Sie sagten auch, dass nach ihrer Niederlage die Reihe an die Mitglieder der geheimen Gesellschaften kommt, die ebenfalls überwunden werden.

Die Jungfrau wird die geheimen Gesellschaften vernichten. „Sie hat schon den Fuß erhoben gegen sie.“

„Ihr werdet gerettet werden durch den Turm von Babel.“ Ich vermute, mit dem Ausdruck „Turm von Babel“ will der Dämon sagen: alle Bösen werden ein stolzes Unternehmen beginnen, das zu ihrer Beschämung mit einer allgemeinen Verwirrung enden wird, wie damals, als sie die Erbauung des Turmes von Babel unternahmen.

„Die gekreuzigten Seelen sind es“, sagte der Dämon, „die gegen uns Krieg führen.“ – „Eine gläubige Seele ist stärker als die Hölle, aber eine gekreuzigte Seele ist stärker als tausend Höllen.“

„Die Opferseelen werden (durch Sühneleiden) den Frieden in der Kirche wieder herstellen und die Kirche wird ungeheuren Frieden genießen nach den Leiden.“

Von der endgültigen Niederlage der Hölle sprechend, schrie der Dämon: „O schrecklicher Tag! Alles was wir erreicht haben, wird zerstört, und was wir zerstört haben, wird wieder hergestellt werden, und das wird unsere größte Schande sein!“

Die Dämonen kündigten an, dass die Irrgläubigen in Massen zur Einheit der Kirche zurückkehren werden (nach dem Bankabräumer, dem Dritten Weltkrieg).

 

Der wirksamste Exorzismus ist immer noch die regelmäßige Beichte bei einem katholischen Priester!

 

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