DER LETZTE DEUTSCHE EXORZISMUS

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SANCTA ECCLESIA CATHOLICA

 

Der letzte deutsche Exorzismus

in Klingenberg

Aussagen der Dämonen im Falle Klingenberg

Von Pfarrer Ernst Alt

Aus dem Buch: «Treibt Dämonen aus!» (Matthäus - Evangelium 10,8)

(Seite 235 – 245)

ISBN 3-7171-0956-1 Christiana-Verlag

Bestellmöglichkeit: Tel.: 08671 – 12015 / Altötting

 

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In der Kirchengeschichte gibt es wohl keinen Fall von Besessenheit, der die Kirche und die Öffentlichkeit mehr beschäftigt hat, als der Fall Klingenberg. Kein Fall ist besser untersucht, ist mehr kommentiert worden, hat mehr Befürworter und Gegner gefunden als der Fall der Besessenheit der Anneliese Michel aus Klingenberg am Main. Das Medienspektakel «Fall Klingenberg» fand in der Gerichtsverhandlung und abschließenden Verurteilung der Beteiligten den Höhepunkt. Durch die Untersuchungen der bekannten transkulturellen Religionspsychologin Prof. Dr. Felicitas D. Goodman aus Columbus Ohio, USA, konnte die Besessenheit der Anneliese Michel bewiesen werden. Professor Goodman deckte in ihrem Buch «Anneliese Michel und ihre Dämonen» (Christiana-Verlag CH - 8260 Stein am Rhein / Schweiz) das krasse Fehlverhalten der behandelnden Ärzte auf, denen der Richter des Aschaffenburger Landgerichts in ihrer Urteilsbegründung blindlings folgten. Der Fall Klingenberg wird von vielen schlecht informierten Menschen immer noch als ein Versagen der Kirche gesehen, der man in schöner Regelmäßigkeit in wirksamen Schlagworten «Mittelalterlichkeit» vorwirft. Für die, die Ohren haben zum Hören und Augen zum Sehen, ergeben sich seit 1976, als der Fall Klingenberg sich zu einem Medienspektakel in Deutschland entwickelte, andere und erschreckendere Perspektiven: Der Okkultismus in allen Spielarten entfaltet in der Kirche und außerhalb der Kirche seine tödliche Macht. Er spielt sich als gleichwertige, ja selbst als beste Religion für den Zeitgenossen auf. Der Okkultismus wird von allen Gläubigen und ernstzunehmenden Psychologen nicht mehr als nur psychogen hingestellt.

Das der Okkultismus funktioniert, hängt von der Existenz der Dämonen ab. Die Anrufung Satans wird praktiziert und Satan «hilft». Erfahrungen mit Satan haben mittlerweile Millionen von modernen Menschen gemacht. Diese sind mit einer aktuellen und nicht mittelalterlichen Praxis in Berührung gekommen. Ihre Erfahrung kann man nicht hinwegpsychologisieren. Als das Buch «Anneliese Michel und ihre Dämonen» erschien, sagte mir ein junger Mann:

„Wer das liest, muss sein Leben verändern. Weil das aber niemand will, wird man euch verfolgen.“ Wie recht er hatte! Es ist ein Zustand eingetreten, durch den in der Realität die wissenden wie die nichtwissenden und ablehnenden Zeitgenossen dem Einfluss Satans verfallen. Satan ist präsent. Alle, die in Kulturen ihm dienen, wissen das. Daher ist auch Besessenheit aktuell. Aktuell ist Satans Wirken in Kirche und Gesellschaft – national und international. Die Früchte seines Wirkens sind unübersehbar. Allerdings muss der Zeitgenosse seine Augen, seine Ohren und seinen Verstand gebrauchenund hat den Heiligen Geist bitter nötig als Geist der Stärke, als Lehrer der Wahrheit und als Liebe gegen eine Welt voller Hass.

Die Aussage der Dämonen im Falle Klingenberg, die auf Wunsch von Anneliese auf Tonbandkassetten aufgenommen wurden, sind Tondokumente von unglaublicher Wucht. Die Dämonen sprechen im Dialekt der Bewohner des fränkischen Untermaines eine provozierende und ungeschminkte Sprache …

Sollte man sich nun von Dämonen etwas sagen lassen? – Die Antwort kann nur «Nein» sein.

Aber Besessenheit ist immer auch eine Zulassung Gottes! Wie ich nach nunmehr vierzehn Jahren nach dem Prozess von Aschaffenburg meine feststellen zu können, wollte Gott durch die Besessenheit der Anneliese Michel der Welt und der Kirche eine eindringliche Predigt halten. Bei dieser Predigt bedient sich Gott nicht allein der Dämonen. Er bedient sich zunächst des Mädchens von Klingenberg. Die kluge und von allen geschätzte Studentin der Pädagogik erfuhr an ihrem eigenen Leib Macht und Wirkweise Satans. In vielen Gesprächen, die über zwei Jahre dauerten, hat sie mir, ihrem Priester, der durch moderne Erziehung und Ausbildung – wie viele andere – eine Besessenheit im Mittelalter oder heutzutage im afrikanischen Busch ansiedelte, davon berichtet.

Ereignisse und Umstände des Falles der Besessenheit der Anneliese Michel waren für mich eindeutig als Besessenheit erfahrbar und haben jedem Zweifel in zweijähriger kritischer Beobachtung und Prüfung standgehalten. Zum gleichen Ergebnis kamen alle Priester und Laien, die eingeweiht wurden, wobei das positive Urteil des bekannten Exorzisten, P. Adolf Rodewyk S. J., St. Georgen, Frankfurt, für mich von großem Gewicht war.

Die Predigt, die die besessene Anneliese Michel allen hielt, bestand zunächst in der Annahme ihrer Besessenheit als Sühne für andere. Anneliese Michel war nicht sühnebesessen in dem Sinne, dass sie sich als Sühneopfer, das besessen werden wollte, angeboten hätte und danach besessen worden wäre. Die Ursache ihrer Besessenheit war eindeutig eine Verfluchung im Mutterleib. Sie war nicht sühnebesessen, wie etwa Marie des Vallées. Aber sie wollte die Besessenheit ertragen, solange ertragen, wie sie dauerte – als Sühne!

Das bezeugt sie in einem Gespräch mit P. Renz, der im Auftrag des zuständigen Diözesanbischofs, Dr. Josef Stangl, den Exorzismus an Anneliese Michel durchführte. Es fand am 1. Februar 1976 statt und wurde von dem zufällig laufenden Tonbandrekorder aufgezeichnet: „O, Herr Pater, ich hätte nie geglaubt, dass das so grausam ist! Ich habe immer gedacht, ich will auch für die anderen Leute leiden, damit die nicht in die Hölle kommen, aber dass das so schlimm ist, und so grausam, und furchtbar! Da denkt man: Leiden ist so eine leichte Sache. Aber wenn es dann wirklich schlimm wird, dann will man überhaupt nicht mehr, dann will man keinen Schritt mehr.“ Ein paar Tage später hatte ich – ohne dieses Gespräch zu kennen – ebenfalls eine Begegnung mit ihr. Sie bestätigte mir ihren Kampf und ihre Absicht in ähnlichen Worten. Und fügte dann hinzu: „Im Sommer wird es wieder ganz schlimm. Aber wenn das wieder kommt, habe ich keine Kraft mehr. Das werde ich nicht mehr überleben!“ Das trösten nutzte nichts.

Als Anneliese im Mai für ein paar Tage im Pfarrhaus in Ettleben war und sie vielfältigen Quälereien der Dämonen ausgesetzt war, sagte sie in den wenigen freien Minuten zu mir: „Ich weiß jetzt, was auf mich zukommt. Mir macht keiner mehr etwas vor!“ (Ihr Bewusstsein war bei allen Quälereien nie getrübt.) Diese Aussage entspricht den erst nach ihrem Tod bekannt gewordenen Aufzeichnungen, die sie über Einsprechungen des Herrn machte. Sie notiert in ihrem Tagebuch am 24. Oktober 1975: Heiland sagt: „Du wirst viel leiden und sühnen, schon jetzt. Dein Leiden, deine Traurigkeit und Trostlosigkeit dienen mir dazu, andere Seelen zu retten.“ Sie notiert Worte der Muttergottes an sie am 16. Oktober 1975: „Betet so viel ihr könnt, für eure Nachbarschaft, Verwandtschaft, Freunde und Wohltäter, für Priester und Laien, Politiker und Völker!“ Am 20. Oktober 1975 notiert sie Worte des Heilandes: „Jedes Leiden – und sei es noch so banal – trägt viele Früchte, wenn es mit meinem Leiden verbunden ist …“ Ohne Datumsangabe sind folgende Sätze niedergeschrieben: „Bitte und flehe unaufhörlich für deine Mitmenschen, damit auch sie die ewige Heimat erreichen … Meine Kreuze sind die größten Gnadengeschenke … Im Kampf wächst man, wenn man mit mir kämpft.“

Kein Priester, der seelsorgerische Erfahrung aufweisen kann, wird in diesen Worten einen Widerspruch zu Praxis und Lehre der Kirche erkennen können. Jeder, der Anneliese näher kannte, wird unumwunden bestätigen, dass sie eine durch und durch integre Persönlichkeit war. Sie hatte sich nie in den Mittelpunkt gestellt. Sie hütete sorgsam die Niederschrift ihrer Eingebungen, die nur P. Renz als ihr Beichtvater kannte. Sie selbst versteckte eine Durchschrift, die nach ihrem Tode gefunden wurde. Aus dieser Handschrift sind obige Aussagen entnommen.

Deutlicher kann keine Predigt ausfallen. Ebenso deutlich predigte der hl. Maximilian Kolbe durch die Hingabe seines Lebens für den ihm unbekannten Familienvater Franticzek Gajowniczek.

Ich sehe es als eine heilige Verpflichtung an, auf diese große Lebenstat der Anneliese Michel von Klingenberg hinzuweisen nach allem Geschwätz und Geschrei, nach allen zum Himmel stinkenden Lügen, die in der Öffentlichkeit verbreitet wurden und noch immer verbreitet werden. Die Ehre der Anneliese Michel von Klingenberg sollte insbesondere von kirchlichen Stellen wiederhergestellt werden.

Neben dieser Predigt der Anneliese Michel sind die Aussagen der Dämonen zu verstehen. Man kann ihre Aussagen nicht isoliert sehen. Die Dämonen werden ihren Willen durch die von Christus der Kirche verheißene Vollmacht, Dämonen auszutreiben, gezwungen, ihre Beziehung zu uns Menschen wahrheitsgemäß zu bekennen und das Glaubenswissen zu bestätigen.

Gott wollte dieser Welt eine Predigt halten. Biblisches wiederholt sich offensichtlich. Die Dämonen schreien auf. Sie bekennen, dass Jesus, der Nazarener, der Sohn Gottes ist, geboren aus Maria der JUNGFRAU. Sie erkennen seine Herrschaft an. Sie geben aber zugleich den Kampf nicht auf, den sie durch die Sünden der Menschen gegen Gott und sein Reich führen.

Ich meine, dass in jeder Besessenheit die Strategie Satans sichtbar wird. Satan und seine Gesellen kommen nicht daran vorbei, sich zu bekennen. Sie werden von dem Priester, der den Auftrag Jesu «Treibt Dämonen aus» (Matthäus 10,1 und 10,8) erfüllt, gezwungen … Schon im ersten Gefecht, das Satan ohne Tarnkappe bei der Begegnung mit dem beauftragten Exorzisten hat, muss er seine Existenz bekennen. Somit kann man annehmen, dass jeder Fall von Besessenheit von der Tatsache her, dass Satan seine Existenz nicht mehr verleugnen kann, eine Predigt ist, die er uns unfreiwillig im Auftrag Gottes und in der Zulassung Gottes hält. Diese Predigt wird je nach Bekannt werden des Falles der Besessenheit für einen größeren bzw. kleineren Kreis bestimmt sein. Der Fall der Besessenheit der Anneliese Michel wurde in Deutschland und in der ganzen Weltkirche diskutiert … Schon zu Beginn des Exorzismus im September 1975 sagte Luzifer aus der Besessenen:

„Die sehr geehrten Herren Pfarrer müssen auf der Kanzel ihr Maul aufmachen und predigen, dass es mich gibt. Das muss dem Volk bewusst gemacht werden … Ja, die Herren Pfarrer müssen von mir sagen, dass es mich gibt; sonst gehen alle zu uns runter. Die Dame (Maria, die Gottesmutter) zwingt mich immer; sie will nämlich das Sch...volk retten. Aber alles bringt die auch nicht fertig, weil zu wenig gebetet wird.“

Am 19. Dezember 1975 brüllten die Dämonen mehr als drei Stunden lang. Ein jämmerliches, erbärmliches, markerschütterndes Geheul, das P. Renz und alle Anwesenden tief trifft: „Wir sind verdammt in alle Ewigkeit.“ Diese drei Stunden zusammengefasst ergeben etwa folgende Sätze:

„Wir wollen auch hinauf (= in den Himmel)! Wir sind verdammt, verdammt, in alle Ewigkeit. Raus! Raus! Aus der R…(Schimpfwort für Anneliese) wollen wir heraus. Bei der ist es nicht mehr zum Aushalten. Die hockt den ganzen Tag in der Kirche. Wir sind verdammt, verdammt!“

P. Renz: „Dann geht doch raus!“

Antwort: „Das geht nicht, weil Er (= Gott) es nicht zulässt, der da oben, der will es nicht haben. Der will, dass wir noch bleiben. Wir wollen raus, raus, raus aus der. Die geht zum Kommunizieren, die geht jeden Tag da vor; das ist nicht zum Aushalten. Wir wollen raus, raus, raus! Da kniet sie auch noch hin. Wir wollen raus, und der da oben (Gott) lässt uns nicht!... Wir wollen raus, raus, raus. Hören Sie auf zu beten. Wir sind verdammt, verdammt, verdammt. Wir wollen raus, verdammt, verdammt!“

Ich bin überzeugt, dass durch die Sühne der Anneliese die Teufel nicht ausfahren durften. Anneliese hatte sie in ihrem Leib durch die Sühne gebunden und andere vor ihren Angriffen bewahrt. Das ewige Elend der Dämonen musste so offenbar werden. Die Aussagen von Judas vom 1. Februar 1976 bestätigt das:

„Nächste Woche darf sie nichts fressen. Die soll fasten, die dumme Kuh. Die wollen wir piesacken, und außerdem, fasten ist doch nützlich. Die verhungert schon nicht … Wenn wir einen in unserer Gewalt haben, dann tanzt er nach unserer Pfeife, genau so wie die R… tanzen muss, wenn wir wollen, …Die kann nicht anders, die muss und wenn sie tausendmal nicht will, muss sie trotzdem, weil sie ein Mensch ist… Ich habe Helfershelfer …“

Am 27. Februar 1976:

„Die R… machen wir noch zu Dreck, kapiert? Jawohl, die piesacke ich heute Nacht dermaßen...

P. Renz: „Ich verbiete es dir!“

Antwort: „Nein, weil ich sie zertrete, das blöde Aas! Die ganze Nacht hat sie keine Ruhe. Es ist Fasching, und da braucht die Hohe Dame (die Gottesmutter) Ersatz für die anderen, welche die ganze Nacht nach mir tanzen.

Jawohl, ich stelle ihr nach.“

P. Renz: „Sie steht unter dem Schutz der Gottesmutter!“

Antwort: „ …Ja, aber sie ist ein Mensch; sie muss nicht äußerlich toben, das geht auch anders… Ich bin Judas! Wir sind verdammt.“

Die Existenz der Dämonen ist biblisch. Biblisch auch, dass die Hölle existiert. Biblisch ist, dass Jesus Besessene befreit hat. Biblisch ist auch, dass die Dämonen aus den Besessenen gesprochen haben … Nicht nur allein biblisch … Alle Religionen der Menschheit kennen Besessenheit! Dämonen sind nicht erst ein christliches Gebilde, wie es uns manche weismachen wollen … Jedem Christen, der diese Zeilen liest, sei dringend empfohlen, die Stellen, die über Satan, Dämonen, Himmel und Hölle (Anm.: z.B. Matthäus - Evangelium) handeln, in der Heiligen Schrift nachzulesen. Es sei ihm dringend nahe gelegt, die Botschaft vom Reich Gottes, die Jesus verkündet, parallel zu lesen (Anm.: In den vier Evangelien). Er wird erkennen können, dass das Reich Gottes sich auf Kosten des Reiches der Finsternis ausgebreitet hat, und ausbreiten wird … Er wird auch unschwer erkennen können, in welcher Zeit wir heute leben, wenn er sieht, dass das Reich der Finsternis sich heute auf Kosten des Reiches Gottes ausbreitet.

Judas sagt: „Zwei Wahrheiten gibt es also nicht; also probieren wir es mit der Lüge. Die Wahrheit gibt es da oben (im Himmel)…Wir werden kämpfen um jede Seele. Da unten ist es grauenvoll … Wir wollen raus aus der Hölle … Die meisten glauben sowieso nicht mehr an mich; die sehr geehrten Pfarrer sagen nichtsIch würde Tag und Nacht vor der da (= Gottesmutter) knien, wenn ich könnte … Ich bin verdammt in alle Ewigkeit … Ihr Kerle, wenn ihr euch das nur vorstellen könntet, verdammt zu sein in alle Ewigkeit. Ich bin verdammt!“

Bei dem Exorzismus im Oktober meldete sich plötzlich neben den Dämonen, die sich die Namen Luzifer, Judas, Kain, Nero und Hitler gaben, noch ein Dämon:

„Ich bin der sechste im Bunde, und zwar ein verdammter Priester. Ich war in Ettleben Priester. Verdammt bin ich. Bei uns unten ist es grausam. Einer wie Sie (P. Renz) war ich. Der Judas – hat mich hierher (in die Hölle) gebracht. Ich war wie Judas – nicht treu. Ich bin verdammt weil ich mein Amt schlecht ausgeübt habe. Wenn man verdammt ist, hat man das eine Ziel, auch Seelen zu holen. Ich bin verdammt in alle Ewigkeit. Die Peinen sind grauenvollErschlagen habe ich einen. Außerdem habe ich Frauen gehabt.“

P. Renz: „Warum hast du es gemacht?“

Antwort: „Weil mir das Amt zu schwer war. Ich hab zu wenig gebetet. Ich wollte immer schnell fertig werden. Jetzt schmachte ich da unten in alle Ewigkeit … Ihr Priester, wenn ihr eine Ahnung hättet, welche Macht ihr habt! Aber ihr wollt es ja nicht haben… Ich bin bedauernswert, aber es ist nichts zu wollen.“

Der Dämon nannte sich Valentin Fleischmann. Meine daraufhin eingeleiteten Nachforschungen ergaben, dass es tatsächlich einen Pfarrer namens Valentin Fleischmann in der Chronik meiner Pfarrei gab: Pfarrer in Ettleben von 1572 bis 1575, der einer meiner Vorgänger in dieser Pfarrei war. Er hatte einen erschlagen. Führte ein liederliches Leben. Der Grabstein zweier seiner Kinder ist bis heute erhalten und in der Hauswand des ältesten Hauses des Dorfes eingelassen. – Im Dorf wusste man, dass es im Pfarrhaus umgeht … Auch ich habe es erfahren müssen!

Luzifer äußerte sich während des Exorzismus im Oktober 1975 folgendermaßen:

„Ich bin verdammt, weil ich Gott nicht dienen wollte und wollte selber Herrscher sein, obwohl ich Geschöpf bin.“

P. Renz: „Du könntest unter den Cherubim sein!“

Antwort: „Ja, das war ich auch … Ich bin der Oberste von da unten; der MICHAEL hat mich gestürzt. Jetzt kann ich ihm nichts mehr anhaben. Mir gehört die ganze Hölle Ich will mir die Erde erobern. Zuerst mache ich noch reiche Beute. Ich fülle mein Reich. Ich hole, wen ich holen kann, da dürft ihr euch drauf verlassen … Wist ihr, warum ich so kämpfe? Weil ich wegen der Menschen schlechthin gestürzt wurde … Wisst ihr, wer heute die Welt regiert? Nicht der, der sich für die Welt geopfert hat!... Das bin ich!

Den (Nazarener) haben die meisten verlassen. So blöd! Das ist eine kleine Herde, die ihm treu geblieben ist … Ich bringe euch noch so durcheinander, dass ihr nicht mehr wisst, wo oben und unten ist … Ich muss noch mehr aussagen … Wenn die (Gottesmutter) mich nur nicht so ZWINGEN würde … Das Weib hat mir den Kopf zertreten (Anm.: vergleiche Genesis 3,15)…Den Judas habe ich mir geholt … Er steht immer zu meinem Dienst. Er ist verdammt (Die Verdammung des Judas[siehe auch auf dieser Website]). Er hätte sich nämlich retten können. Er ist dem nicht gefolgt, dem Nazarener. Der Nazarener verzeiht immer, wenn … Die (Gottesmutter) hat es ihm immer gesagt, dass er sich bessern soll … Der Judas hat viele Nachfolger. Bei uns gibt es keine Ruhe bis in alle EWIGKEIT; Ruhe gibt es da oben (im Himmel)… Bei uns gibt es kein Zurück, nie in alle Ewigkeit. Es gibt keine Liebe; bei uns gibt es nur Hass: Wir bekämpfen uns gegenseitig … Wir wollen da hinauf. Die Feinde der Kirche gehören uns … Der Stolz führt den Menschen ins Verderben. Wenn die Welt untergegangen ist, werden wir weitermachen. DANN WIRD ES NOCH SCHLIMMER WERDEN. Wenn ihr eine Ahnung hättet, wie es da unten aussieht … Wenn ihr eine Ahnung hättet, wie es bei uns zugeht, ihr würdet TAG UND NACHT vor dem … (Tabernakel) knien! Ich muss es sagen, weil die Hohe Dame mich ZWINGT.“

Auf diesen Hintergrund sind die nun folgenden Aussagen über Kirche und Welt zu verstehen. Da wird die Teufelspredigt von Klingenberg konkret:

Judas am 16. Januar 1976:

Beichten müsste man nochmals können!... Die Pfarrer sind alle saublöd. Sie sind alle von mir angesteckt. Ich bin nämlich der Verräter. Die meisten sind nämlich genauso wie ich. Sie verraten nämlich den Nazarener … Dem Papst in Rom folgen sie nicht mehr. Der in Rom erhält die Kirche noch allein aufrecht …Die anderen, die folgen ja nicht. Sie wollen alle modern sein … An die Unbefleckte Empfängnis glaubt heute keiner mehr. Die Pfarrer, die beten heute zu wenig, hocken sich vor das Sch…ding (Fernseher), anstatt zu beten. Ich hab schon eine ganze Menge im Schlepptau. Wenn die dem da unten (dem Papst in Rom) glauben würden, da ginge es ihnen besser. Sie machen alles nach ihrem Kopf, und dann glauben sie noch wie schlau sie sind. Die Klosterfrauen sitzen vor dem Fernseher und beten nicht genug, und knien sich nicht hin und halten die Pfötchen auf (Handkommunion) …Kirche? Die meisten glauben ja nur noch, es wäre ein Verband. Die Modernisten bringen sie noch um. Wir schaffen so viel daran, dass sie noch untergehen. Wir spritzen schon so viel Gift rein in die Kirche, dass sie untergeht. Es sind nur noch wenige, die der Kirche treu sind … die Sünden reichen bis zum Himmel; aber es dauert nicht mehr lang … Die von 17 (Maria in Fatima 1917[siehe auch auf dieser Website]) hat es gesagt. Aber das haben bloß ein paar befolgt. Die Plage wird kommen, und wir holen, wen wir holen dürfen. Tod, Trübsal und Hunger, ja, das kommt auch noch. Ja, der da oben guckt nicht mehr lange zu; aber zum Glück glaubt das KEINER mehr; da können wir so viele holen, wie es geht ...

ROSENKRANZMONAT ist, aber die wenigsten beten ihn, weil die Herren Pfarrer ihn für unmodern halten. Die sind so blöd! Wenn die eine Ahnung hätten!... Er ist eine starke Waffe gegen Satan und uns. Ich muss das sagen; aber das glauben nicht viele … Die Katholiken haben die wahre Lehre und laufen den Evangelischen nach wie die Huren! Die Katholiken schmeißen ihre Lehre den Säuen zu Fraß vor … Ihr habt Macht, uns auszutreiben. Die meisten machen davon keinen Gebrauch … Das ist das Schlimmste, wenn die Lehre in der Kirche verfälscht wird … Vor dem Kasten (Tabernakel) kniet keiner mehr. Um die Kirche ist es so schlecht bestellt, seitdem sie gegründet worden ist … Die sind modern … Die Kirche passt sich zu sehr der Welt an. Der Nazarener und seine Mutter greifen ein. Lange dauert es nicht mehr, DANN KRACHT’S! ... HOSTIEN WERDEN VIELE GEKLAUT… Das ist unser größter Spaß zum Leidwesen vom Nazarener und seiner Mutter. Die Verantwortung hat der BISCHOF und der PFARRER. Der Bischof, weil er es erlaubt hat. Er will, dass die Priester dem Bischof folgen. Die Priester müssen mutig sein. Im Auftrag vom Nazarener und seiner Mutter … Und viele Pfarrer kommen in Gewissensnot wegen dieser Sache (Handkommunion). Einerseits sollen sie dem Bischof folgen und andererseits dem Gewissen … DIE HANDKOMMUNION MUSS ABGESCHAFFT WERDEN; das ist mein Werk! Der Bischof soll die Handkommunion verbieten wenn er es fertig bringt!

(Am 27. Oktober 1975): Die Handkommunion ist die höchste Leistung, die ich fertig gebracht habe!“

(Luzifer am 28. Oktober 1975):

„Im Auftrag von seiner Braut soll mehr zum Heiligen Geist gebetet werden. Im Auftrag von der Hohen Dame sollt ihr viel beten, weil bald das Strafgericht kommt, damit nicht so viele zu uns kommen … DEN ROSENKRANZ BETEN! Ja, ihr sollt die Botschaft von FATIMA BEFOLGEN...“ (siehe auch auf dieser Website)

Luzifer am 24. Oktober 1975:

„Ihr müsst mehr predigen! Im Auftrag von der da oben! Ihr müsst die Leute aufmerksam machen über die Gefahren der gottlosen Welt… Den haben sie verlassen, bei dem sie Ruhe finden könnten!...“

Luzifer am 22. Oktober 1975:

„(Die Schutzengel)… das sind meine Feinde!... Ich habe euch etwas zu sagen: Ihr müsst in dieser Zeit mehr zu eueren Schutzengeln beten, weil die Macht der Hölle so groß geworden ist …“

Es wird mit dieser Predigt so sein, wie mit allen Predigten: einige werden aufmerksam und nachdenklich zuhören, werden vielleicht ganz betroffen ihren Glauben mit dem Leben wieder in Einklang bringen, andere werden sie ablehnen, wieder andere werden den kopfschüttelnd von «Mittelalterlichkeit» sprechen… usw.

Vielleicht gestehen mir alle zu, dass ich über das, was ich gehört und gesehen und erfahren habe, nicht schweigen darf. Diese Predigt hat Gott mir gehalten! Ich meine, er hält sie aber auch allen, die um den Tod der Anneliese Michel von Klingenberg wissen – und das sind nicht wenige.

Pfarrer Ernst Alt

 

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- Satanismus: Menschenopfer an Weihnachten >

- Heilige Theresia von Avila - Davor aber fürchtet euch! - >

- Der oberste Exorzist Roms spricht über die Magie >

- Homosexualität im Urteil der Heiligen Schrift >

- Ein Exorzismus aus dem Jahre 1880 >

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