34. MARIA V. AGREDA

HIC SAPIENTIA EST : QUI HABET INTELLECTUM COMPUTET NUMERUM BESTIAE NUMERUS ENIM HOMINIS EST ET NUMERUS EIUS EST SESCENTI SEXAGINTA SEX

SANCTA ECCLESIA CATHOLICA

 

34.

„Oh ihr Menschen, wie seid ihr doch von Gott,

den ich hasse, so sehr begünstigt

und von Seiner brennenden Liebe mit Wohltaten überhäuft! Wie kann ich euer Glück verhindern? Wie werde ich euch ebenso unglücklich machen, wie ich es bin, da ich ja die Natur, die ihr empfangen habt, nicht zerstören kann?

Und nun, meine Anhänger, wie sollen wir unsere Herrschaft wieder herstellen? Wie werden wir wieder stark gegen die Menschen? Wie können wir sie noch besiegen?

Wenn die Menschen gegen diesen Gottmenschen, Der sie mit solcher Liebe erlöst hat, nicht ganz gefühllos, undankbar und schlimmer sind als wir, so werden Ihm alle um die Wette folgen, Ihm alle ihr Herz weihen und Sein Gesetz annehmen. Niemand wird mehr auf unsere Lügen achten.

Die trügerischen Ehren, die wir anbieten, werden die Menschen verschmähen und die Verachtung lieben, nach der Abtötung des Fleisches verlangen und das Gefährliche der Vergnügungen einsehen. Sie werden die Schätze und Reichtümer verschmähen und die Armut lieben, die Er so hoch geehrt hat.

Was immer wir den menschlichen Neigungen darbieten, um sie anzuregen, wird man mit Abscheu abweisen, um dem wahren Erlöser nachzufolgen. Dadurch fällt aber unser Reich der Zerstörung anheim. Niemand wird mehr zu uns an diesen Ort der Verwirrung und Qual kommen, vielmehr werden alle zu jener Glückseligkeit gelangen, die wir verloren haben. Alle werden sich bis in den Staub verdemütigen und in Geduld alle Leiden ertragen, mein Stolz und mein Zorn aber werden leer ausgehen.

Welche Qual verursacht mir meine eigene Täuschung! Als ich Ihn in der Wüste versuchte, habe ich Ihm nur Gelegenheit geboten, den Menschen in der Welt ein Beispiel zu hinterlassen, das wirksam ist, um die Welt selbst zu überwinden. Wenn ich Ihn verfolgte, bot Ihm dies nur Gelegenheit, Seine Demut und Geduld zu lehren.

Als ich Judas überredete, Ihn zu verkaufen und die Juden, Ihn mit tödlichem Hass zu quälen und ans Kreuz zu schlagen, habe ich nur an meinem Verderben und an der Rettung der Menschen gearbeitet und bewirkt, dass jene Lehre, die ich zu verdrängen suchte, der Welt erhalten blieb.

Wie konnte Er sich so sehr verdemütigen, da er doch wahrer Gott war? Wie konnte Er so viel von den Menschen ertragen, die doch so böse sind? Wie trug ich selbst dazu bei, dass die Erlösung der Menschen so überreich und wunderbar war?“

 

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Wie beichte ich richtig?