29. MARIA V. AGREDA

HIC SAPIENTIA EST : QUI HABET INTELLECTUM COMPUTET NUMERUM BESTIAE NUMERUS ENIM HOMINIS EST ET NUMERUS EIUS EST SESCENTI SEXAGINTA SEX

SANCTA ECCLESIA CATHOLICA

 

29.

„Ich wusste, dass diese Ehre

Ihm als Gott gebühre

Da Er aber zugleich Mensch sein sollte, also von einer geringen, tief unter uns stehenden Natur, so konnte ich es nicht ertragen, Ihm unterworfen zu sein, da mir verweigert wurde, was Gott für diesen Menschen tun wollte. Und nicht nur diesen Menschen anzubeten hat uns Gott geboten, sondern auch ein Weib als Herrin anzuerkennen, das ein bloß irdisches Geschöpf und Seine Mutter sein sollte. Diese so beleidigende Zurücksetzung haben wir alle tief empfunden. Wir haben uns widersetzt und diesem Befehle widerstanden. Dafür wurden wir mit dem unglücklichen Zustand und den Qualen gestraft, die wir jetzt ertragen. Wir kennen diese Wahrheiten und bekennen sie hier unter uns mit Beben.

Doch vor den Menschen dürfen wir das nicht tun, dies verbiete ich euch, damit sie nicht unsere Unwissenheit und Schwäche erfahren.

Wenn aber jener Gottmensch und Seine Mutter uns verderben sollen, so wird Ihre Ankunft in der Welt unsere größte Qual und unser größtes Unglück sein.

Darum muss ich all meine Macht aufbieten, sie zu vernichten, müsste dabei auch die ganze Welt zugrunde gehen. Ihr kennt die bisherige Unüberwindlichkeit meiner Macht. Ein so großer Teil der Welt gehorcht mir und ist meinem arglistigen Willen unterworfen. Doch seit einigen Jahren seid ihr bei vielen Gelegenheiten überwunden worden und sind eure Kräfte geschwächt.

Ich selbst verspürte eine höhere Macht, die mich bindet. Schon einige Male habe ich mit euch die ganze Welt durchstreift, um zu sehen, ob in ihr etwas Neues zu finden sei, dem unsere Niederlage zuzuschreiben wäre, oder ob etwa der verheißene Messias gekommen sei.

Wir haben Ihn auf der ganzen Erde nicht gefunden und entdecken nicht einmal sichere Zeichen Seiner Ankunft, nämlich die Pracht und das Aufsehen, mit denen Er unter den Menschen auftreten wird. Trotzdem fürchte ich, die Zeit könnte nahe sein, dass Er vom Himmel auf die Erde kommen wird.

Wir wollen Ihn samt dem Weibe, das Er zu Seiner Mutter erwählen wird, mit großer Wut vernichten. Wer darin mehr leistet, dem werde ich zum Dank größere Belohnungen erteilen. Bis jetzt finde ich an allen Menschen Sünden und Wirkungen der Sünde. Nirgends entdecke ich die Majestät und Größe, in der sich der menschgewordene Gott den Menschen offenbaren wird, um sie zu bewegen, Ihn anzubeten und Ihm Opfer darzubringen. An diesem unfehlbaren Zeichen werden wir Ihn erkennen, aber auch an Seiner Sündenlosigkeit.“

 

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Wie beichte ich richtig?